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  111 Jahre Pädagogik in der Kirchstraße

Von: Werner Barz


Kappelns BBZ-Außenstellenleiter StD Uwe Schürch (3.v.l., hintere Reihe)mit seinem BBZ-Schulleiter und Geschäftsführer OStD Hans Hermann Henken (4.v.l) und den Ehrengästen beim Tag der offenen Tür.

Kappelns BBZ-Außenstellenleiter StD Uwe Schürch (3.v.l., hintere Reihe)mit seinem BBZ-Schulleiter und Geschäftsführer OStD Hans Hermann Henken (4.v.l) und den Ehrengästen beim Tag der offenen Tür.

Auch die Lehrkräfte beteiligten sich am Tag der offenen Tür. Hier verkauft OStR Holger Feuersenger BBZ-T-Shirts, designed von einer ehemaligen Schülerin.

Auch die Lehrkräfte beteiligten sich am Tag der offenen Tür. Hier verkauft OStR Holger Feuersenger BBZ-T-Shirts, designed von einer ehemaligen Schülerin.

An einem PKW demonstrieren Luka Brückner (l.) und Toben Schulz in der KFZ-Werkstatt Fehlersuche im Motorbereich.

An einem PKW demonstrieren Luka Brückner (l.) und Toben Schulz in der KFZ-Werkstatt Fehlersuche im Motorbereich.

Mit einem Tag der offenen Tür und einem Festempfang für geladene Gäste feierte die Kappelner Außenstelle des Berufsbildungszentrums des Kreises Sl-Fl (BBZ)das 111-jährige Bestehen des Schulgebäudes in der Kirchstraße unter dem Motto „111 Jahre Pädagogik in Kappeln“.

Während die Schülerinnen und Schüler der unterschiedlichen Klassen in ihren Räumen an diesem „Tag der offenen Tür“ die Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten in den jeweiligen Abteilungen den Besuchern vorstellten, ihnen aber auch Mitmach- und Klassenaktionen boten und gelaufene Projekte präsentierten, fand für die Ehrengäste ein Empfang in der Aula statt. 

Hans Hermann Henken begrüßte die Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung in seiner Funktion als Schulleiter und Geschäftsführer des Berufsbildungszentrums des Kreises. Er betonte, dass die BBZ-Außenstelle Kappeln „wichtig für die Region Angeln als Dienstleistungsangebot für die Jugend“ ist. 

Uwe Schürch, Leiter der Kappelner BBZ-Außenstelle, stellte in einer Festrede die Entwicklung des Schulgebäudes in den vergangenen 111 Jahren vor.

Einst als „Königlich-Preußische Präparandenanstalt“ zur Vorbereitung von künftigen Lehrern auf die Lehrerausbildung gedacht, wurde es 1923 Heimat der Kappelner Klaus-Harms-Schul mit der „Oberschule in Aufbauform“.

1946 wurde die Aufbauschule in eine Grundständige Oberschule umgewandelt, die viele Flüchtlingskinder aufnahm und damit auf 420 Schüler anwuchs.  Das Schulgebäude wurde erweitert. 1956/57 kam der Steinpavillon hinzu. Hier sind heute die Räume 31 bis 34 und die Hausmeisterwohnung untergebracht. 1969/70 wurden zwei weitere Pavillons angebaut. Sie sind seit langem abgerissen.  Anfang 1979 übernahm die Realschule für kurze Zeit das Gebäude. Seit 1983 ist die Berufsschule Hausherr. Sie war zuvor in der Hindenburgstraße untergebracht.

1983 – 1985 entstand der neue Fachraumtraktmit KFZ- und  Metallwerkstatt sowie mit Lehrküche, Pflegeraum sowie Räume für Textil- und Wäschepflege und ein Klassenraum im Obergeschoss.

Im Zuge der Weiterentwicklung der Bildungsgänge in den Gebäuden für die Berufsfachschule Wirtschaft ein Lernbüro neben dem Schreibtechnikraum im Obergeschoss. Daraus wurde 2012 ein EDV-Raum. Ferner wurde weitere Räume dem neuen Bedarf angepasst und die Ausstattung der Räume modernisiert. 2010 erhielt die Metallwerkstatt eine  CNC-Fräse angeschafft. Seit 2011 wurden acht Räume mit  interaktiven Tafeln ausgestattet. Eine Cafeteria ergänzt das Pausenangebot für unsere Jugendlichen.

Derzeit hat das BBZ 18 Vollzeitklassen in den Bereichen Ausbildungsvorbereitung, Berufsfachschule, Berufliches Gymnasium und sieben Berufsschulklassen für die duale Ausbildung im Bereich Einzelhandel/Verkauf und KFZ-Mechatronik)mit insgesamt382 Schülerinnen und Schülern. Sie werden von 37 Lehrkräften unterrichtet und durch einen Coach und eine Schulsozialarbeiterin unterstützt.

„Wir verstehen uns nicht mehr als Lehranstalt, sondern als ein an Kunden orientierter regionaler Dienstleister in der beruflichen Bildung. Dieser Aufgabe wollen wir gerecht werden“, betonte Uwe Schürch. Das betrifft sowohl die duale Berufsausbildung in Zusammenarbeit mit den Betrieben als auch die Ausbildungsvorbereitung Schleswig-Holstein (AV-SH) mit derzeit drei Klassen.

Auch das Berufliche Gymnasium mit dem Profil „Gesundheit und Englisch“ gehört dazu. Seit 2013 kann am BBZ Kappeln das Abitur erworben werden.

2015 startete das Projekt „Berufsintegrationsklasse Deutsch als Zweitsprache“ (BIK-DAZ) mit einer Klasse. Heute werden 60 Schüler aus 12 verschiedenen Ländern in vier Klassen unterrichtet.

Inklusion Geistige Entwicklung (InGE) ist relativ neu. Hier geht es um Schüler mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. Hier werden 11 junge Menschen betreut, die ihre Schulpflicht an Förderzentren erfüllt haben.

„Für das Schuljahr 2016/17 werden acht Abschlussschüler erwartet, von denen viele in eine Werkstatt für behinderte Menschen wechseln werden“, berichtete Uwe Schürch. 

Ab dem Schuljahr 2018/19 ist geplant, eine Fachschule für Sozialpädagogik in Teilzeit und berufsbegleitend einzurichten.

Sehr beeindruckt von der Entwicklung der Kappelner BBZ-Außenstelle war Kreispräsident Ulrich Brüggemeier. Im Gespräch zeigte er sich sehr zufrieden mit einem Schulsystem, das „in seiner Vielfalt für fast alle Leistungsstufen und Begabungen eine qualifizierte Schulausbildung vom ausbildungsvorbereitenden Jahr bis hin zur Allgemeinen Hochschulreife“ bietet, - in Kooperation mit Betrieben, Firmen und Innungen. Der Außenstelle in Kappeln wünschte er weiterhin viel Erfolg.

Anschließend konnten sich die Gäste bei einem Rundgang über die vielfältigen Möglichkeiten am Kappelner BBZ informieren.


  Datum: 28.11.16 09:00 Uhr



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