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  Heftige Standortdebatte um den Albatros - viel Lärm um nichts?

 


Ein Vogel erregt die Kappelner Gemüter. Freilich nicht irgendein Vogel, sondern die ehemalige Galionsfigur der Gorch Fock. Nun hat der Bauausschuss entschieden. Der Albatros soll seine neue Heimat auf dem alten Brückenkopf auf der Ellenberger Seite finden. Vorläufig jedenfalls! Sobald „Port Olpenitz“ in 2012 fertig gestellt ist, wird der Vogel noch einmal umziehen müssen – eben dorthin. Auf Begeisterung stieß diese Entscheidung hingegen nicht bei jedem.

Seit Wochen wurde diskutiert und am Ende gab es sogar noch einen weiteren Standort-Vorschlag. Während der Einwohnerfragestunde berichtete Torsten Pöschl von einem Termin, den er als Vertreter des Wasser- und Schifffahrtsamtes mit „Port Olpenitz“-Projektplaner Herbert Harm wahrgenommen hat. Herbert Harm, so Pöschl, war sehr ärgerlich ĂĽber die Entfernung des Vogels vom ehemaligen MarinestĂĽtzpunkt. Harm sei der Meinung gewesen, so Pöschl, dass er den Albatros mit erworben hätte und ohne Albatros wĂĽrde er das Gelände nicht ĂĽbernehmen. Sichtlich erstaunt reagierten die Bauausschussmitglieder auf diese Schilderung Pöschls. 

Harm selbst erklärte, dass diese Worte so nicht gefallen seien. Ihm sei natürlich bewusst, dass die Stadt den Albatros verwahre (so berichtete jedenfalls der Schlei Bote). Mit den Stadtvertretern, so Harm, sei es zu einem „Gentleman Agreement“ gekommen, denn schlussendlich fände der Vogel seine Ruhestätte in „Port Olpenitz“.

Der Entscheidung vorausgegangen war eine ausfĂĽhrliche, gefĂĽhlsbetonte und teilweise leider auch unsachliche Debatte, die einen Teil der anwesenden BĂĽrger veranlasste, kopfschĂĽttelnd den Raum zu verlassen. Allein schon die AnkĂĽndigung Janowskis, dass sich BĂĽrgervorsteher JĂĽrgen Seemann, obwohl nicht Ausschussmitglied, gerne mal zu diesem Thema äuĂźere, sorgte fĂĽr eine „angespannte“ Stimmung. Diese wurde auch nicht wirklich besser, als Seemann aus einem Schreiben des ehemaligen Kommandeurs zitierte, der da schrieb, dass ein Aufstellen des Vogels in Ellenberg keinen Sinn mache „weil die dort wohnenden ehemaligen Marineangehörigen der biologischen Lösung unterliegen“. Naturgemäß sorgte diese „zitierte“ Aussage nicht nur bei den anwesenden BĂĽrgern fĂĽr eine erhebliche Verstimmung. 

Während heftig fĂĽr oder gegen die Lösungsvorschläge BrĂĽckenkopf, Ellenberg oder Port Olpenitz argumentiert wurde, brachte Bauausschuss Vorsitzender Josef Janowski noch einen weiteren Vorschlag ins Spiel. Er schlug vor, den Albatros im Mittelmann-Speicher beim Expo Schiff unterzubringen, jedenfalls so lange, bis Olpenitz fertig ist. Volker Nissen, Fraktionskollege Janowskis, war damit ĂĽberhaupt nicht einverstanden, denn Mittelmann sei nicht informiert. Janowski zĂĽckte daraufhin sein Telefon, um die Sache sofort zu klären. Soweit kam es dann aber doch nicht, weil Janowskis Vorschlag auf keine ungeteilte Zustimmung traf.

Falls der hölzerne Vogel das Jahr 2012 erleben sollte – von Rissen im tonnenschweren Vogel ist die Rede - scheint mit der Klärung der Standortfrage nunmehr eine Lösung gefunden, die wohl einen GroĂźteil der Beteiligten zufrieden zu stellen scheint. 

 

 


  Datum: 29.03.07 15:33 Uhr



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