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  "Türkengilde" wird aktiv

Von: Werner Barz


Mit dem Türkentrecken 2018 wurde die „Junge-Leute-Gilde zu Kappeln von 1667“ wieder aktiv.

Mit dem Türkentrecken 2018 wurde die „Junge-Leute-Gilde zu Kappeln von 1667“ wieder aktiv.

Es ist seit 351 Jahren so. Für die vor 351 Jahren gegründete „Junge-Leute-Gilde zu Kappeln von 1667“, hierzulande besser als Türkengilde bekannt, beginnt  immer am Tag nach Weihnachten der Härtetest. Es ist der Tag, an dem die Gilde wieder aktiv wird. Offiziell wird es in Kappeln kundgetan durch das morgendliche „Türkentrecken“, dabei wird das hölzerne Maskottchen „Garibaldi“ am Gildelokal aufgezogen. Damit wird bekannt gemacht – es ist ein sicheres Indiz dafür,- dass an gleicher Stelle noch am Abend des gleichen Tages die Gildeversammlung im Gildelokal stattfindet und dass dabei die für das Gildejahr notwendigen Beschlüsse gefasst werden. Und weil die Junge-Leute-Gilde und ihre Älterleute Florian Funk (1. Ältermann), Jan Martensen und Tobias Steffen (Stellvertreter) die Gildetradition hoch halten, lief es in diesem Jahr alles so ab wie in den vergangenen Jahren. So wie es die Satzung vorschreibt. Lediglich das Gildelokal musste gewechselt werden. Anstelle des ASC-Restaurants  „Landgang“ fand das „Türkentrecken“ diesmal im „Cameo“ im Kappelner Südhafen statt. Bereits um 9:30 Uhr trafen sich die Gildebrüder vor dem Lokal. Nach Absingen des Gildeliedes „Unser Türk heißt Garibaldi …“ wurde Garibaldi an der Außenfassade des Versammlungslokals im ersten Stock weithin sichtbar platziert. Das war eine Sicherheitsmaßnahme, um das Gildemaskottchen vor Kidnapping zu schützen. Das war in der Vergangenheit bereits einige Male vorgekommen. Meist erfolgte die Rückgabe des Maskottchens nach einer Lösegeldzahlung. Das wurde stets dem 1. Ältermann aufs Auge gedrückt.

Nachdem „Garibaldi“ sicher in der Höhe fixiert worden war, gingen die 17 anwesenden Gildebrüder an Bord des Raddampfers „Schlei Princess“ und ließen sich unter Absingen des Gilde- und des Kappelnliedes einmal durch die geöffnete Brücke hin und zurück fahren. Zahlreiche Zuschauer beobachteten das Geschehen von Land aus mit großem Interesse.

Danach traf man sich zu einem Umtrunk im „Cameo“ zum Aufwärmen. Das wäre nicht nötig gewesen, angesichts frühlingshafter Außentemperaturen von acht Grad.

Anschließend fand der obligate Umzug durch die Kappelner Innenstadt mit Gesang statt. Auf einem Transportwagen wurde ein „Garibaldi“-Duplikat mitgeführt, auch die Gildeflagge war mit dabei. Im Rahmen des Umzugs wurden auch verdiente Ehrenmitglieder aufgesucht. Die erste Rast wurde bei dem ehemaligen 1. Ältermann Karl-Heinz „Heinzi“ Daniel. Der war vorab informiert worden und wusste daher Bescheid. Entsprechend gut wurden die Gildebrüder bewirtet. Die Gastgeber wussten, was den Gildebrüdern fehlte.

Die zweite Rast wurde bei Gildebruder Hartmut Föh eingelegt. Auch hier waren die Gildebrüder mit der Bewirtung hochzufrieden. Bei beiden Gastgeberfamilien bedankten sie sich dafür mit dem Gildelied.

Anschließend war gegen 16 Uhr zunächst erst einmal Schluss. Die Gildebrüder wurden nach Hause entlassen. Hier konnten sie sich auf die am Abend um 20 Uhr im „Cameo“ stattfindende Gildeversammlung vorbereiten.


  Datum: 01.01.19 09:00 Uhr



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