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  Saisonabschluss der Kappelner Ruderer

Von: Werner Barz


Mit Sekt und ganz vorsichtig tauft Thomas Kleine-Uthmann den neuen Gig-Vierer auf den Namen „Kunterbunter Kappeln-Kutter“.

Stolz im neuen Vierer auf der Schlei (v.l.): Steuermann Thies Henrici, Johanna Hansen, Thomas Kleine-Uthmann, Andrea Bartel und Beke MĂĽller.

KAPPELN (rz).
Für die Leistungsruderinnen und –ruderer der „Rudervereinigung Kappeln im TSV Kappeln von 1876 e. V.“ (RVK) ist die Freiwassersaison 2019 Geschichte. Offiziell wurde sie bei einem Treffen auf dem Vereinsgelände mit dem „Abrudern“ beendet. Dazu fuhren zunächst 31 Aktive aller Alters- und Leistungsklassen in 12 Booten bei gutem Ruderwetter auf die Schlei hinaus, um sich zu verabschieden. Als sie nach zwei Stunden von der Schleitour zurückkehrten, wurden sie bereits von den Eltern, Vereinskameraden und Gästen an Land erwartet.
Bevor sie an Land gehen durften, erledigte Christoph Pridik (16) noch eine ihm auferlegte Pflicht. Er, der wenig später als neuer Nachwuchstrainer der RVK vorgestellt wurde, war ausgesucht worden, die Rudersaison vom Wasser aus mit dem den entscheidenden Satz „Hiermit beende ich die Rudersaison 2019. Hipp, hipp, hurra!“ zu beenden. Er tat es. Und nachdem alle laut und gemeinsam: „Hipp, hipp, hurra!“ wiederholt hatten, war die Rudersaison beendet.
Aber doch noch nicht so ganz richtig, wie der Trainer und RVK-Vorsitzende Michael Schürmann bei seiner Begrüßung den Anwesenden erklärte. „Es ist pro forma.“ Er begründete es damit, dass noch Regatten ausstehen. Und außerdem wird bei gutem Wetter auch in der dunklen Jahreszeit auf der Schlei trainiert.
Aber das Abrudern war nicht der einzige Grund, weshalb die RVK Mitglieder, Eltern, Freunde und die Ehrengäste, Bürgervorsteher Frank Nickel, Dagmar Ungethüm-Ancker als TSV-Vorsitzende, die die Grüße und Glückwünsche des Muttervereins TSV Kappeln überbrachte, und der SSW-Fraktionsvorsitzende Christian Andresen auf das Rudergelände in Grauhöft eingeladen worden waren. Es fand auch noch die Taufe eines Gig-Vierers statt, den die RVK vor kurzem für rund 15.000 Euro angeschafft hatte. Und der, so berichtete Michael Schürmann, war bisher noch nie auf dem Wasser. Auch das sollte beim Abrudern nachgeholt werden.
Vor der Taufe stellte Michael Schürmann das neue Boot vor, das künftig, aufgrund seiner speziellen Bauweise, vielfältig eingesetzt werden kann. Es ist etwas breiter als die Rennboote, liegt entsprechend ruhiger im Wasser und ist daher für das Anfänger-Training , für das Handicap-Rudern, und im Bereich des Breitensports nutzbar. Diese große Bandbreite der Nutzung sollte auch im Bootsnamen erkennbar sein. Der war geheim. Dieses Geheimnis lüftete Kappelns erfolgreichster Handicap-Ruderer Thomas Kleine-Uthmann, der als Taufpate agierte, das Boot vorsichtig mit Sekt taufte und anschließend das Tuch vom Bug des Bugs wegzog, so dass alle den Namen gut lesen konnten: „Kunterbunter Kappeln-Kutter“.
 Nachdem das Boot anschlieĂźend seine erste Wasserung auf der Schlei hinter sich gebracht hatte, trafen sich die Anwesenden im Ruderhaus in geselliger Runde bei Kaffee und Kuchen. Bei dieser Gelegenheit wurde der neue RVK-Nachwuchstrainer Christoph Pridik (16) vorgestellt, der ab sofort Michael SchĂĽrmann im Bereich der Nachwuchsarbeit unterstĂĽtzen soll. Er macht derzeit eine dreijährige Berufsausbildung im Bereich „Ernährung und Gesundheit“ im Kappelner Berufsbildungszentrum.
Weil er Interesse hatte, als Betreuer bei Regatten mit dabei zu sein, entschied er sich für die Trainerlaufbahn. In einem 12-tägigen Intensivlehrgang in Ratzeburg erwarb er die „Trainer-Lizenz C“ und darf ab sofort den RVK-Nachwuchs trainieren. Einige seiner Kurse finden noch unter Aufsicht statt. Er darf aber auch schon eigenverantwortlich aktiv werden. Und selbstverständlich hat er sich ein hohes Ziel gesetzt. Das sind die Trainerlizenzen B und A. Aber erstmal freut er sich auf die kommende Trainerarbeit im Team, die ihm, wie er im Gespräch verriet, „viel Spaß macht“.

Fotos: W. Barz, per Email:
1910AbrudernRVK1: Der neue Nachwuchstrainer Christoph Pridik war vom RVK-Vorstand auserkoren, die Rudersaison 2019 zu beenden. Das erledigte er vom Motorboot aus.
1910AbrudernRVK2: Nach der „offiziell letzten“ gemeinsamen Tour auf der Schlei werden die Boote ins „Winterquartier“ gebracht.
1910AbrudernRVK3: Mit Sekt und ganz vorsichtig tauft Thomas Kleine-Uthmann den neuen Gig-Vierer auf den Namen „Kunterbunter Kappeln-Kutter“.
1910AbrudernRVK4: Nach der Taufe wird der der neue Gig-Vierer zum ersten Test zur Schlei gebracht.
1910AbrudernRVK5: Stolz im neuen Vierer auf der Schlei (v.l.): Steuermann Thies Henrici, Johanna Hansen, Thomas Kleine-Uthmann, Andrea Bartel und Beke MĂĽller.


  Datum: 15.10.19 09:00 Uhr



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