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  "Fofftein" begeisterte in Kappeln in der vollbesetzten "Alten Eule"

Von: Werner Barz


Elisabeth Andresen strahlte, als sie das volle Haus begrüßte.

Elisabeth Andresen strahlte, als sie das volle Haus begrüßte.

Zu Beginn eines Sets las Rainer Prüß eigne Gedichte.

Zu Beginn eines Sets las Rainer Prüß eigne Gedichte.

(v.l.) Jörg Ermisch, Rainer Prüß mit Konzertina,  Dirk Krause und Jochen Wiegand als à-capella-Gruppe „fofftein“ in der „Alten Eule“.

(v.l.) Jörg Ermisch, Rainer Prüß mit Konzertina, Dirk Krause und Jochen Wiegand als à-capella-Gruppe „fofftein“ in der „Alten Eule“.

Einsatz des ganzen Körpers beim Singen à capella: ((v.l.) Rainer Prüß, Jörg Ermisch, Dirk Krause und Jochen Wiegandt.

Einsatz des ganzen Körpers beim Singen à capella: ((v.l.) Rainer Prüß, Jörg Ermisch, Dirk Krause und Jochen Wiegandt.

(v.l.) Als Gruppe „fofftein“ begeisterten Jörg Ermisch, Rainer Prüß, Dirk Krause und Jochen Wiegandt die Besucher in der ausverkauften „Alten Eule“.

(v.l.) Als Gruppe „fofftein“ begeisterten Jörg Ermisch, Rainer Prüß, Dirk Krause und Jochen Wiegandt die Besucher in der ausverkauften „Alten Eule“.

Einen unterhaltsam-musikalischen Abend mit plattdeutschen Liedern und Gedichten- erlebten die gut 150 Besucher im Veranstaltungslokal „Alte Eule“ im Hüholz mit Rainer Prüß aus Flensburg, Kappelner Literaturpreisträger 2017, und der Gruppe „fofftein“ mit Jochen Wiegandt, Literaturpreisträger 2010, Jörg Ermisch und Dirk Krause. Eingeladen dazu hatte die Stadt Kappeln, Ausrichter war der Niederdeutsche Beirat der Stadt Kappeln unter Leitung von Elisabeth Andresen.
Mit der Einladung zu der Veranstaltung „heilte die Stadt ein Versehen“. Denn seit der ersten Vergabe des Literaturpreises im Jahr 1991 ist es schöne Tradition geworden, dass sich die jeweiligen Preisträger mit einem eignen Programm in Kappeln vorstellen. Diese Tatsache war bei Rainer Prüß vergessen worden, wurde aber sehr erfolgreich mit einem Jahr Verspätung jetzt nachgeholt.
„Ich habe nicht gewusst, dass es so viele plattdeutsche Interessengruppen gibt“, nannte Rainer Prüß als Grund für die Verspätung. „Ich arbeite gerne für mich allein.“ Aber dennoch war er erfreut darüber, dass die Stadt Kappeln und der Niederdeutsche Beirat  die Veranstaltung initiiert hatten.
Die Gruppe „fofftein“, mit der er nach Kappeln gekommen war,  arbeitet als Quartett seit einem Jahr zusammen. Drei von ihnen – Jörg Ermisch, Rainer Prüß und Jochen Wiegandt - kennen sich allerdings bereits seit ihrer gemeinsamen Zeit bei „Liederjahn“.
Nach der Begrüßung durch Elisabeth Andresen, stellten sich die vier Musikanten  - ganz in Schwarz und garantiert fischerhemdenfrei -  in Kappeln  bestens vorbereitet als Sänger und Musikanten in zwei rund einstündigen und gleich strukturierten Sets vor. Zuerst las Rainer Prüß zu Beginn ein paar seiner Gedichte vor. Denn seinetwegen fand die Abendveranstaltung ja statt. Dann holte er sich seine drei Kollegen auf die Bühne, die dann in einem  aufregenden Tempo und auf hohem Niveau Lieder auf Hoch- und zumeist auf Plattdeutsch  Schlager, Volksmusik, Seemannslieder und in Ansätzen auch Choräle vortrugen. Oder wie es in der Ankündigung hieß: „Von Seefahrt, Sturm und kalten Füßen, auf Hoch und Platt und von der Süßen.“
Sie bewiesen dabei, dass „fofftein“ auf Hochdeutsch nicht nur „15“, sondern auch „Pause“ bedeuten kann. Die wollten sie unbedingt verhindern. Und darum sangen sie was das Zeug hielt,  gelegentlich mit Konzertina-Unterstützung durch Rainer Priüß, selten mit Kazoo-Begleitung  (besser als „Tröte“ bekannt), meist aber profihaft à capella. Zumeist standen eigne Titel auf dem Programm. Dazwischen, wenn Zeit blieb, unterhielten sie ihre Besucher mit Döntjes.
Das kam gut beim Publikum an. Und deshalb wurden sie am Ende nicht ohne Zugabe entlassen. Und die traf die Sänger nicht unvorbereitet. Denn „fofftein“ wollte die Zugabe nicht alleine vortragen, sondern mit allen gemeinsam am Schluss singen. Und deshalb wurde der Seefahrersong „The Noord-West-Passage“ mit allen eingeübt und abschließend gesungen.
Eines ist sicher, „fofftein“ hat an diesem Abend eine neue Fangemeinde gewonnen. Es ist zu hoffen, dass es nicht der einzige Auftritt in Kappeln bleibt. Und auch die „Alte Eule“ hat für sich auf markante Weise gute Werbung als Veranstaltungslokal  gemacht.
Fazit: Ein toller Abend, der eine Wiederholung verdient hat.


  Datum: 14.01.19 09:00 Uhr



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