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  Landfrauen informierten sich ĂĽber die neue Datenschutzgrundverordnung

Von: Werner Barz


In seinem temperamentvoll vorgetragenen Referat zum Thema Datenschutz-Grundverordnung stellte Heinrich Nissen ein schwieriges Thema Kompetent und verständlich vor.

In seinem temperamentvoll vorgetragenen Referat zum Thema Datenschutz-Grundverordnung stellte Heinrich Nissen ein schwieriges Thema Kompetent und verständlich vor.

Auch die Anwesenden wurden in den Vortrag mit einbezogen.

Auch die Anwesenden wurden in den Vortrag mit einbezogen.

Die Vorsitzende der Kappelner Landfrauen Petra Heide bedankt sich beim Referenten Heiner Nissen fĂĽr einen gelungenen Vortrag.

Die Vorsitzende der Kappelner Landfrauen Petra Heide bedankt sich beim Referenten Heiner Nissen fĂĽr einen gelungenen Vortrag.

KAPPELN (rz).

Die neue „Datenschutz-Grundverordnung“  (DSGVO)hat den Umgang mit persönlichen Daten bei den meisten Menschen verändert. Besonders was den Schutz persönlicher Daten betrifft. Das betrifft die Einzelperson  ebenso  wie Firmen, Organisationen, Vereine und Institutionen. Von denen sind viele derzeit in der Umstellungsphase  auf die neue gesetzliche Regelung.

Was das im Einzelnen  bedeutet, darĂĽber wollten sich  die Kappelner Landfrauen auf ihrem Mai-Mitgliedertreffe im Veranstaltungslokal „Alte Eule“ im HĂĽholz informieren.  Dazu hatten sie  den GeschäftsfĂĽhrer der in StoltebĂĽll , Wittkielhof,  beheimateten „Wittkielgruppe“,  Heinrich Nissen, als Referenten eingeladen.  Bevor Heinrich Nissen seinen Vortrag startete, begrĂĽĂźte die Vorsitzende Petra Heide ihre ĂĽber 50 anwesenden Mitglieder.

Nach der anschlieĂźenden Stärkung bei  Kaffee und Kuchen  konnte Heinrich Nissen seinen  Vortrag unter dem Motto  â€žDatenschutz -  fĂĽr mich“ starten.  Er begann mit den Veränderungen, die die DGSVO  gebracht hat.  

Zu Beginn stellt er sich vor als jemand,  der „seit 12 Jahren „als externer Datenschutzbeauftragter in Deutschland “ unterwegs ist. Als er sich vor rund 15 Jahren erstmals beruflich mit dem Datenschutz befasste, sah er darin vorwiegend einen „Täterschutz“. Als rechtschaffener Mensch hatte er deshalb damit „wenig am Hut“. Doch dann traten Probleme auf. Das war der Auslöser fĂĽr ihn, sich damit stärker zu befassen.

In Deutschland dĂĽrfen personenbezogene Daten nur erhöben werden, wenn es der Gesetzgeber oder der Datenbesitzer erlaubt. Die Daten dĂĽrfen nur fĂĽr den angegebenen Zweck verwendet werden. Z- B. darf der Landfrauenverein die Mitgliederdaten nicht ohne Zustimmung an Dritte verkaufen oder weitergeben. Die DSGVO gilt nicht bei  der Verarbeitung personenbezogener Daten durch natĂĽrliche Personen im privaten Bereich. Und natĂĽrlich, wenn man eigne Daten weitergibt. Namen, Adresse, Telefon, usw,….

Eigne Daten darf jeder in beliebiger Menge veröffentlichen. Ansonsten gilt, dass Personen das Recht auf Schutz ihrer Daten haben. So  steht es in der Grundrechtekarta der EU-Verfassung  (Artikel 8).

Das hört sich einfach an. Doch dann kamen viele auf die Idee, auch Kriminelle, damit Geld zu verdienen, in dem sie die „Kunden“ anschrieben oder andere Kontaktmöglichkeiten nutzen.. Reagierten die darauf, wurden die Rückantworten ausgewertet und gesammelt. Über 223.000 personenbezogene Daten wurden so seither pro Person angesammelt. Und die werden an interessierte Firmen verkauft. Heinrich Nissen: „ Für qualifizierte Daten – Name, Adresse und evtl. auch noch die Höhe des Gehaltes – geben Adresshändler viel Geld aus.“ Weil Daten auf unterschiedliche Art und Weise eingeholt werden können, warnte Nissen davor, sich auf Telefongespräche mit unbekannten Firmen einzulassen. Auch die Polizei ruft nicht wegen einem Enkel an. Und schon gar nicht sollte man reagieren, wenn ein Freund eines Verwandten um Hilfe bittet. Heinrich Nissen: „Legen Sie den Hörer auf!“

Smartphones, besonders in Kombination mit Bank- oder Kreditkarte, sind oft ergiebige Quellen „wertvoller“ Personendaten. Wer Wert auf den Schutz seiner persönlichen Daten legt, sollte dafür sorgen, dass diese „Quellen“ nicht mussbraucht werden können. Allerdings gibt es auf diesem Gebiet keine 100%-ige Sicherheit.

Und noch etwas gab er seinen Zuhörerinnen mit: „Alles, was je gepostet wurde, bleibt erhalten.“ Also vorsichtig sein mit dem, was man erlaubterweise über sich im Netz veröffentlicht.

AnschlieĂźend stand Heinrich Nissen den Landfrauen noch fĂĽr Fragen zur VerfĂĽgung.


  Datum: 20.05.19 09:00 Uhr



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