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  Kinopreis fĂĽr gute Arbeit im abgelaufenen Jahr vergeben

Von: Werner Barz


Carmen Schrief und Michael Wittkowski hatten vor 14 Tagen geheiratet. Dafür gab es zusätzlich einen Blumenstrauß bei der Kino-Preisvergabe.

Carmen Schrief und Michael Wittkowski hatten vor 14 Tagen geheiratet. Dafür gab es zusätzlich einen Blumenstrauß bei der Kino-Preisvergabe.

Dr. Oliver Grundei  ĂĽberreicht die Ehrenurkunde an Carmen Schrief und Michael Wittkowski.

Dr. Oliver Grundei ĂĽberreicht die Ehrenurkunde an Carmen Schrief und Michael Wittkowski.

Staatssekretär Dr. Oliver Grundei (2.v.r), mit Moderator Udo Biss (r.) und den Hauptgewinnern aus (v.l.) Ratzeburg (Burgtheater), Bordesholm (Savoy Kino“ und  Kiel (Studio Filmtheater).

Staatssekretär Dr. Oliver Grundei (2.v.r), mit Moderator Udo Biss (r.) und den Hauptgewinnern aus (v.l.) Ratzeburg (Burgtheater), Bordesholm (Savoy Kino“ und Kiel (Studio Filmtheater).

Die Preisträger des Kinoreises 2018.

Die Preisträger des Kinoreises 2018.

BĂĽrgervorsteher Frank Nickel lobte in seinem GruĂźwort die Arbeit der Kinobetreiber.

BĂĽrgervorsteher Frank Nickel lobte in seinem GruĂźwort die Arbeit der Kinobetreiber.

Moderator Udo Biss (l) im Gespräch mit den Juroren Stefanie Polek und Bernd-Günther Nahm.

Moderator Udo Biss (l) im Gespräch mit den Juroren Stefanie Polek und Bernd-Günther Nahm.

KAPPELN (rz).

Seit dem Jahr 2009 wird in Schleswig-Holstein  der “Kinopreis des Landes“ vom Kieler Ministerium fĂĽr Bildung, Wissenschaft und Kultur vergeben. Organisiert wird die Kinopreisvergabe von der „Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein“ (FFHSH) im Auftrag des Ministeriums. Da die Preisvergabe einmal ausgefallen war, fand sie in diesem Jahr zum 10. Mal statt. Sie war damit eine echte Jubiläumsveranstaltung. Und sie fand in Kappelner „Capitol“-Kino statt.

Dessen Betreiber, Carmen Schrief und Michael Wittkowski, hatten gleich mehrere GrĂĽnde sich darĂĽber zu freuen. Denn sie waren bei allen bisherigen Preisvergaben – auch diesmal - als Preisträger mit dabei, und hatten  mehrfach in der Vergangenheit  den Hauptpreis gewonnen. Die drei Hauptpreise mit je 5.000 Euro fĂĽr das Jahr 2018  gingen zwar an das „Burgtheater“ in Ratzeburg in der Kategorie „Kino im ländlichen Raum“, das „Savoy Kino“ in  Bordesholm in der Kategorie „Kino als Kulturort“  und das Kieler „Filmtheater am Dreiecksplatz“ in der Kategorie „herausragende Programmarbeit“, aber fĂĽr die Kappelner Kinobetreiber reichte es fĂĽr einen der acht vergebenen zweiten Preise. Die waren mit 2.000 Euro datiert. Und damit zählte das Kappelner „Capitol“-Kino“ bei allen bisherigen Kinopreisen zu den Gewinnern. Das können Carmen Schrief und Michael Wittkowski mit 10 Uhrkunden belegen. Hinzu kommt, dass die beiden vor 14 Tagen geheiratet haben. Und deshalb sehen sie den Preis auch  als nachträgliches Hochzeitsgeschenk. Einen BlumenstrauĂź erhielten sie zusätzlich vom Moderator Udo Biss vom NDR, der die Veranstaltung in Kappeln moderierte, ĂĽberreicht.

Udo Biss, der die Veranstaltung eröffnete, begrĂĽĂźte als Ehrengäste Kappelns BĂĽrgervorsteher Frank, Nickel,  BĂĽrgermeister Heiko Traulsen und den Staatssekretär im Bildungsministerium Dr. Oliver Grundei sowie die  Preisträger, die Mitglieder der Jury und der FFHSH  im „Capitol“ und die Gastgeber Carmen Schrief und Michael Wittkowski. Bei denen bedankte er sich fĂĽr die Ausrichtung der Veranstaltung.

Als erster GruĂźwortredner ĂĽberbrachte Frank Nickel den  Anwesenden GrĂĽĂźe und GlĂĽckwĂĽnsche der Stadt Kappeln. Er lobte die Arbeit der Preisträger, die es in den vergangenen Jahren verstanden haben, die WĂĽnsche der Kinogänger aller Altersklassen zu erfĂĽllen. In diesem Zusammenhang ist der Kinopreis eine wichtige Motivationshilfe fĂĽr die Kinobetreiber. Auch die Aufstockung auf drei Hauptpreise Ă  5.000 Euro in den Bereichen „Kino im ländlichen Raum“, „Kino als Kulturort“ und „herausragende Kulturarbeit“ ist motivierend.

„In Kappeln ist das Kino ein Diamant“, betonte der Bürgervorsteher. “Klein aber wertvoll.“ Es bietet seinen Besuchern ein breites Spektrum an Filmen. Für jedermann ist etwas dabei. Lobenswert ist auch, dass die Kappelner Kinobetreiber mit den Vereinen zusammenarbeiten. Mit dem Lions Club wurde eine Benefizveranstaltung organisiert. Der Kappelner Folk Club musizierte zu einem ausgesuchten Film. Und in Zusammenarbeit mit dem Büchereiförderverein „Buchstützen“ werden plattdeutsche Filme gezeigt. „Kino ist gelebte Kultur“, stellte Frank Nickel fest. „Und deshalb, aber nicht nur deshalb, brauchen wir Kino.“

Nachdem der neue GeschäftsfĂĽhrer der FFHSH, Helge Albers, die GrĂĽĂźe seiner Organisation ĂĽberbracht und sich kurz vorgestellt hatte, ĂĽberbrachte Bildungsstaatssekretär Dr.  Oliver Grundei die GrĂĽĂźe und GlĂĽckwĂĽnsche seines Ministeriums, das den Kinopreis in diesem Jahr zum 10. Mal vergib und damit „den kulturellen Eigenwert des Kinos im Lande wĂĽrdigt und anerkennt“. Neu ist dabei in diesem Jahr, und damit soll das  „kulturpolitische Profil noch mehr geschärft“ werden, dass der Hauptpreis in den drei Kategorien „ländlicher Raum“, „Kulturort und „herausragende Programmarbeit“ vergeben wird. So soll den Kinobetreibern Mut gemacht werden, „das Kino in einer herausfordernden Zeit zu sichern“. Das ist bei derzeit sinkenden Besucherzahlen ganz wichtig, angesichts fehlender „Zugpferde“ im abgelaufenen Programmjahr.  In diesem Zusammenhang  lobte er die Arbeit des neuen FFHSH-GeschäftsfĂĽhrers Albers, der bereits in seiner kurzen Amtszeit deutlich gemacht hat,  dass „Kinos in allen Regionen des Landes lebendiger Teil der Verwertungskette“ sind. Der Bund unterstĂĽtzt dieses Bestreben in diesem Jahr mit 5 Mio. Euro ohne Kofinanzierung durch die Länder, in den Folgejahren mit 15 Mio. Euro, dann mit Kofinanzierung.

Der Staatssekretär wies abschlieĂźend darauf hin, dass verschiedene Film- und MedienkĂĽnstler interessante  Neuerungen in den diesjährigen Kinopreis eingebracht haben.

Nachdem sich die beiden anwesenden Jury-Mitglieder,  Stefanie Polek und Bernd-GĂĽnther Nahm, vorgestellt und die Arbeit der dreiköpfigen Jury erläutert hatten, ĂĽbernahmen Staatssekretär Dr. Oliver Grundei und Moderator Udo Biss die Preisvergabe. UnterstĂĽtzt wurden sie dabei  von Bernd-GĂĽnther Nahm, der jeweils erläuterte, aus welchem Grund der Preis vergeben wurde.

 Insgesamt wurde 22 Preise im Gesamtwert von 42.000 Euro vergeben. Die mit 5.000 Euro dotierten Preise gingen an das „Kino Burgtheater“ in Ratzeburg (ländlicher Raum), an „Savoy Kino“ in Bordesholm (Kino als Kulturort) und an das „Studio Filmtheater am Dreiecksplatz“ in Kiel (herausragende Programmarbeit).

Mit jeweils 2.000 Euro wurde die „kontinuierlich gute Kinoarbeit mit herausragenden Aspekten“ folgender acht Kinos im Lande belohnt:  „Burg Filmtheater“ auf Fehmarn, „Lichtblick Filmtheater“ in Heide,  „Kino-Center“ in Husum, „Capitol-Lichtspiele“ in Kappeln, „Kino in der  Pumpe“ in Kiel,  „Schauburg Filmtheater“ in Rendsburg,  „Kino Nordlicht“ in St. Peter-Ording und das „Burg Kino“ in Uetersen.

Je 1.000 Euro fĂĽr „kontinuierlich gute Kinoarbeit“ erhielten  das „51 Stufen Kino im Deutschen Haus“  in Flensburg, das „Kommunale  Kino“ in Bad Schwartau,  das „Kleine Theater“ in Geesthacht, die „FilmbĂĽhne“  in  Grömitz, das „Traum-Kino“ in Kiel,  „Kino Deutsches Haus“ in Meldorf, das „Kino im KDW“ in NeumĂĽnster, das „Kino Koki“ in LĂĽbeck, das „Kommunale Kino“ in Neustadt i. H. das „Lichtblick Filmtheater“ in Oldenburg und  das „Kommunale Kino“ in Rendsburg. Neben dem Preisgeld erhielten alle Preisträger eine Urkunde und Schokoladenheringe aus der Kappelner SchokoladenkĂĽche

AbschlieĂźend bedankte sich Staatssekretär Dr. Grundei  bei der dreiköpfigen Jury fĂĽr die gute Arbeit. Die Jury bestand aus Astrid Muckli von der Muckli-Kino Betriebsgesellschaft in Aschendorf/Ostfriesland, Bernd-GĂĽnther Nahm, Dozent an der Fachhochschule Kiel, sowie Stefanie Polek, Lehrbeauftragte fĂĽr Film an der „Muthesius Kunsthochschule Kiel“.  Zusätzlich mit dabei waren je ein Vertreter des Kultusministeriums und der „Filmwerkstatt Kiel“.

AbschlieĂźend traf man sich zum geselligen Beisammensein in der KĂĽnstlerkneipe "Palette".


  Datum: 06.06.19 09:00 Uhr



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