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   "Megin Bowlen" zum zweiten Mal in Arnis

Von: Werner Barz


Axel Pils (MEGIN DAN) vom ASV kam als bester Deutscher auf Platz 4.

Nach Olympiasieg und Golden-Cup gewann Henning Wind den diesjährigen „Megin Bowlen“-Pokal mit seiner „Brynhilde“.

Die Veranstalter mit den drei Erstplatzierten des diesjährigen „Megin Bowling“: Wettkampfleiter Manfred Regener, Henning Ibsen mit Tochter Esther (2. Platz). Henning Wind (Pokalgewinner) Hans Lauenburg und Torben Mädsen (3. Platz) mit Hendrik und Elke Horn. (v.l.).

Arnis (rz).
Bereits zum zweiten Mal seit 2012 fand am vergangenen Wochenende auf der Schlei vor Arnis die „Megin Bowlen“ statt, eine Regatta fĂĽr „Megin-Boote.  Das sind, so war vom Ausrichter Hendrik Horn zu erfahren, den Wikingerbooten nachempfundene Jollen, in Skandinavien gebaut. Besetzt mit ein oder zwei Mann Besatzung.
Veranstalter der jährlich stattfindenden „Megin Bowlen“ ist der MEGINclub Danmark“, der diese Regatta als „Dänische Meisterschaft der Megin-Jollen“ propagiert. Nach dem guten Erfolg der Arnisser Regatta 2012 und begeisterten Teilnehmern, wurde auf der letzten Generalversammlung des „MEGINclubs Danmark“ beschlossen, die „Megin-Bowlen 2019“ wieder nach Arnis zu verlegen. Mit ein Grund dafür war auch, dass in Deutschland mittlerweile- nach Dänemark und Schweden - die meisten „Megin-Jollen“ zu Hause sind.
Veranstalter des dreitägigen Segelspektakels war die „Segelvereinigung Arnis“ (SVA). Die Organisation lag in Händen von Hendrik und Elke Horn aus Arnis, die selbst auch eine Megin-Jolle besitzen. Das sind Kunststoff-Kielschwert-Jollen, die „den Wikingerschiffen nachempfunden“ wurden, mit 15 FuĂź Länge. Der Name Megin leitet sich von der Bezeichnung ab, den die norwegischen Wikinger fĂĽr die fĂĽnfte Planke oberhalb des Kiels verwendeten. Diese Planke ist steil angewinkelt.  Dadurch werden die Strömungsmechanik und der Vortrieb verbessert. Der Bootstyp wurde 1988 von dem dänischen Architekten und Bootsbauer Peer Bruun in seiner Bootswerft in Espergærde entwickelt. In 23 Jahren wurden ĂĽber 500 Boote davon gebaut. Sie sind u. a. an ihrer markanten Takelung zu erkennen. Die Jolle ist zudem mit zwei Dollenpaaren und Ruderbänken ausgestattet und kann als Ruderboot eingesetzt werden.
Am vergangenen Wochenende fand die internationale Megin-Regatta  in Arnis statt. Gesponsert von den Arnisser Werften, der Arnisser Seglervereinigung  (ASV), dem Arnisser Segelclub (ASC), die Seglergemeinschaft Winnemark und viele Arnisser BĂĽrgerinnen und BĂĽrger.
Um die Dänische Meisterschaft der Megin-Jollen bewarben sich 19 Skipper mit ihren Booten. 12 kamen aus Dänemark, einer aus Norwegen und sechs aus Deutschland.  Ihre Boote wurden am Freitag ĂĽber die Slip-Anlage der Mittelmann-Werft zu Wasser gelassen und dann zu ihren zugewiesenen Liegeplätzen ĂĽberfĂĽhrt.
Die fĂĽnf Wettfahrten fĂĽr die Dänische Meisterschaft fanden am Sonnabend- (3) und am Sonntagvormittag  (2) statt. Vor jeder Regatta war ein Skippermeeting angesetzt. Danach wurde es ernst. Da zählten nur noch die Wettkampfplatzierungen. Und da wollte jeder schlieĂźlich als erster das Ziel passieren.
Dass alles korrekt ablief, dafĂĽr sorgte Wettkampfleiter Manfred Regener vom ASV. der sein Boot  „Fri“ als Start- und Zielboot zur VerfĂĽgung gestellt hatte. Das war notwendig, weil alle Boote in jeder Wettfahrt gleichzeitig gestartet wurden.
Am Sonnabend fanden die ersten drei Wettfahrten der Megin-Regatta auf der Schlei statt. Gesegelt wurde auf der Schlei zwischen Arnis und Kappelner SchleibrĂĽcke. An diesem Tag wurden die Einzelsegler oder Teams mit ihren Jollen zwei Mal auf die Kurzstrecke geschickt (rund 4 sm).  Nach einer FrĂĽhstĂĽckspause stand die Langstreckenwettfahrt (5 sm) auf dem Programm. Auch diese Wettfahrt ging in Richtung SchleibrĂĽcke. Allerdings verlief die Route näher am Ufer. Dank guter Winde und trotz gelegentlichem Regen konnten die Wettfahrten des 1. Tages problemlos abgewickelt werden. Und fĂĽr den Dänen Henning Wind lief es ganz besonders gut. Er gewann die beiden Kurzstreckenrennen des ersten Tags. Und lag mit der Platzziffer souverän an 1. Stelle. Und das Ergebnis konnte er noch toppen mit zwei weiteren 1. Plätzen auf der Kurzstrecke von Arnis ĂĽber Grödersby und Winnemark. Mit Platzziffer 4 erreichte Henning Wind fast die Idealnote und bewies damit, dass er mit 82 Jahren immer noch nur Weltklasse zählt. 1964 – da war er 27 - gewann er bei den Olympischen Spielen in Tokio Bronze bei den „Finn Dinghys“ und vier Jahre später auch noch den „Gold-Cup“. Auf den beiden nächsten Plätzen lagen mit Hans Lauenburg (Njord) und Platzziffer 11, Henning Ibsen mit seiner „VESTA“ landeten knapp dahinter mit der Platzziffer 12 auf den Plätzen 2 und 3. Bei der weiteren Platzierung gab es nach Einspruch eine Ă„nderung. Sven Dose (MEGIN DIX) rutschte auf Platz 5, sein deutscher Kollege Axel Pils kam mit der „MEGIN DAN“ kam auf Platz 4 und verpasste knapp eine Medaille. Auf Platz 6 landete der einzige Norweger Ole Storm (73) Ferner wurde die beste Pfadfinder--Crew mit einem Pokal belohnt. Den Pokal ĂĽbernahm Claus Lavdal fĂĽr seine Crew. Sie hatte bei der Regatta mit der „TERNEN“ Platz 12 erreicht. Auch fĂĽr Platz 10 – das war der „Mittelplatz - konnte Inge Artmeyer mit der „STJERNA“ einen Pokal mit nach Hause nehmen.
Die Siegerehrung nahm Hendrik Horn in der Bootshalle Jaich vor. Er bedankte sich bei allen fĂĽr die Teilnehmer.
Auch Chairman Paul Arnbak bedankte sich fĂĽr eine gute Veranstaltung und  erklärte dass es allen viel SpaĂź gemacht hat. Bei dieser Gelegenheit gab er auch bekannt, dass die „Megin Bowlen 2020“ in Lubbeköbing auf Falster stattfinden soll. Das hatte  die Mitgliederversammlung am Samstagabend


  Datum: 26.08.19 09:00 Uhr



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