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  Vorarbeiten für die neue Schleibrücke Lindaunis laufen

Von: Werner Barz


Mit einem Abstand von 12 m zur alten soll die neue Brücke entstehen.

Wenn er Zug kommt ruht der sonstige Verkehr über die Brücke.

LINDAUNIS (rz).
Der Neubau der “Schleibrücke Lindaunis“ steht jetzt ganz aktuell auf der Tagesordnung. Das könnte sein, wenn die „neuen Informationen zur Lindaunis Schleibrücke“ stimmen, die ein „Whistleblower“ mit der Email-Adresse „Maulwurf“ in einer Email in den vergangenen Tagen an einige Redaktionen versendet hat. Es sieht ganz danach aus. Denn auch von der Bundesbahn wurde signalisiert, dass die Planungen und Vorarbeiten bereits angelaufen sind. Das Projekt „Schleibrücke Lindaunis“ wird, abweichend von der üblichen Zuständigkeit, vom Projektmanagement Ost der Bundesbahn durchgeführt.
Die Planungen, die bereits seit 11 Jahren laufen, mussten immer wieder zurückgestellt werden, weil die „Brücke aus Denkmalsschutzgründen erhaltenswert eingestuft“ wurde.
Dazu lohnt ein historischer Rückblick. Die derzeitige Klappbrücke in Lindaunis löste 1927, nach dreijähriger Bauzeit die bestehende Drehbrücke (1881 – 1926) ab. Auf ihr konnten Fußbänger, Radfahrer, Kraftfahrzeuge (einspurig) und die Eisenbahn (eingleisig) die Schlei queren. Für die Schifffahrt wurde die Brücke stündlich einmal geöffnet, um den Schiffen die Durchfahrt zu ermöglichen.
Doch die Brücke ist in die Jahre gekommen. Defekte und zeitraubende Wartezeiten haben dazu geführt, über Änderungen nachzudenken. Und die haben zu der Erkenntnis geführt, dass „eine grundlegende Instandsetzung nicht vertretbar sei“. Trotz der Bedenken aus dem Denkmalschutzbereich wurde für einen Neubau plädiert. Der sollte 12 m östlich parallel zu der jetzigen Brücke entstehen. Für die 126 m lange neue Brücke wurden die Kosten auf 46 Mio. Euro geschätzt. Die stiegen dann rasch auf 50 Mio. Und dürften mittlerweile ganz andere Höhen erreicht haben.
Dafür soll eine dreiteilige Klappbrücke entstehen. Bestehend aus einer zweifeldrigen Vorlandbrücke im Süden, der Brückenöffnungsplatte für die Schifffahrt und der einfeldrigen Vorlandsbrücke im Norden. Zwei Fahrbahnen für den Kfz-Verkehr sollen die üblichen langen Wartezeiten verkürzen, weil der Kfz-Verkehr in beide Richtungen möglich ist.
Autos müssen dann nur noch warten, wenn die Brücke für Schiffe geöffnet ist oder Züge die Brücke passieren. Im letzteren Fall brauchen Fußgänger oder Radfahrer nicht zu warten. Dank zusätzlicher Geh- und Radwege bleibt für sie die Brücke bei einer Zugdurchfahrt geöffnet.
Und noch einen Vorteil bietet die neue Brücke der Bahn und den Autofahrern. Autos dürfen die Brücke mit 50 km/h (statt 30) passieren. Die Bahn darf mit 80 km/h (statt 50) drüber fahren.
Für Schiffe wird die Klappbrücke zwischen Sonnenauf- und untergang stündlich einmal geöffnet.
Alle Funktionen, die bisher von einem Bahnbediensteten vor Ort geregelt wurden, können künftig vom „Fahrdienstleister Elektronischen Stellwerk“ (ESTW) per Mausklick fernbedient werden.
Inzwischen ist mit den ersten bauvorbereitenden Arbeiten Ort begonnen worden. Die Ausschreibung für die Bauhauptleistung wird derzeit bearbeitet und soll im 1. Quartal 2020 veröffentlicht werden. Welche Kosten am Ende herauskommen, ist nicht schätzbar. Die Bahn schätzt; „Vorbehaltlich der Ergebnisse der Vergabe, ist die Inbetriebnahme für Ende 2023 geplant.
Für den Start der Bautätigkeit gilt folgender Zeitplan: Nach Fertigstellung „Stützwand Süd“ (im Oktober), werden derzeit die Schalthäuser versetzt. Ab dem 18. November wird der „Hilfsabfang“ in Angriff genommen. Und irgendwann gibt es dann hoffentlich auch die neue Brücke als „Nummer 3“-


  Datum: 11.11.19 09:00 Uhr



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