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  Der "Winterball" des Quartettvereins war wieder ein Highlight

Von: Werner Barz


ür die gute Arbeit des Festausschusses unter Leitung von Dr. Dierk Middelschulte (2.v.r.) bedankte sich der Kassenwart Horst Albrecht (l.) mit einem Getränk am Tresen.

KAPPELN (rz).
Trotz geringerer Beteiligung als im Vorjahr erlebten die Besucher beim traditionellen „Winterball 2020“ des „Quartettverein Kappeln von 1842 e. V.“ in der „Alten Eule“ wieder einmal ein schönes Fest mit flotter Musik, einem unterhaltsamen Programm und viel Gelegenheit zum Tanzen. Zu dem Ball hatte der Quartettverein, so wie es die Tradition seit 178 Jahren verlangt, im Januar eingeladen hatte. Schade war nur, dass rund zehn der der angemeldeten Sangesbrüder kurzfristig krankheitsbedingt absagen mussten. Das betraf auch den Vereinsvorsitzenden Claus Claussen. Deshalb führten in diesem Jahr seine Vorstandskollegen Manfred Thom (2. Vors.) und Edgar Rieger (Schriftführer) gemeinsam durch das Programm. Und das machten sie so gut, dass alle Anwesenden einen unterhaltsamen „Winterball 2020“ erlebten.
Ein Großteil des Erfolges war der guten Vorarbeit des sechsköpfigen Festausschusses unter Leitung.
Dr. Dierk Middelschulte zu verdanken. Der hatte das Programm wieder einmal bedarfsgerecht zusammengestellt. Die Musik passte. FĂĽr jeden war etwas dabei. Und darum war die Tanzfläche immer gut genutzt. DafĂĽr sorgte das Duo „Bine & Matze“ aus Schönhagen. Das Duo hatte bereits im vergangenen Jahr fĂĽr gute Stimmung beim Winterball gesorgt.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   
In gewohnter Weise begrüßte der Chor des Quartettvereins unter Leitung von Joachim Schmidt die Anwesenden mit dem Sängergruß „Wir grüßen euch mit lautem Schall…“. Anschließend übernahmen der 2. Vorsitzende Manfred Thom und Edgar Rieger die Moderation für den verhinderten Vorsitzenden Claus Claussen.
Die Begrüßung auf Hochdeutsch übernahm Manfred Thom. Anschließend legte Edgar Rieger „up Hoch- und Plattdütsch nach“. Er erinnerte alle Anwesenden an den Grund für den „Winterball“: „Hüüt is Winterball“, dat vun de Quartettverein Kappeln vun 1842, also in dat 178. Johr. Un dat wülln wie dann ock fiern und de Söög (Sau) utlaten mit Danz, Hög un nette Speelen“. Um dann auf Hochdeutsch die Anwesenden, inklusive der Ehrengäste zu begrüßen.
Darunter war auch BĂĽrgervorsteher Frank Nickel. Der nutzte die Gelegenheit, um rasch die GrĂĽĂźe der Stadtvertretung zu ĂĽberbringen und um allen Anwesenden fĂĽr die Ballnacht des Quartettvereins einen angenehmen Verlauf mit viel SpaĂź zu wĂĽnschen.
Dann war der Chor des Quartettvereins gefragt. Er stellte sich unter der Leitung von Joachim Schmidt mit anspruchsvollem Liedgut vor. Gestartet wurde mit der Europa-Hymne „Freude schöner Götterfunken“, gefolgt von „What shall we do.“ und „Hey Ho Santiano“. Als sich der Chor dann nach dem Ohrwurm „Ich hab dein Knie gesehn…“ verabschieden wollte, machten die Gäste nicht mit. Sie erzwangen eine Zugabe. Der Chor beugte sich der Mehrheit und sang als Zugabe noch einmal „Hey Ho Santiano“. Den darauf folgenden Beifall hatten sich die Akteure redlich verdient.
Anschließend war Tanz angesagt. Für die passende Musik sorgte das Duo „Bine & Matze“. Aber nur so lange, bis Anke Matthiesen und Dagmar Nielsen im Saal erschienen, und mit ihrem Programm die Lachmuskeln der der Anwesenden strapazierten. Die beiden Schwestern sind in „Fachkreisen“ besser als „Ohaueha, Petuhtanten aus Wees“ bekannt. Petuhtanten, das waren vor über 100 Jahren Damen der Flensburger Mittelschicht, die sich zu Kaffee und Kuchen auf den Fördedampfern zum Klönsnack trafen, um über Gott und die Welt zu sprechen. Die Sprache war eine Mischung aus Deutsch, Dänisch und dem jeweiligen Platt. Meist hatten sie ein Dauerticket und reservierte Sitzplätze.
Beim Ball traten die „Ohaueha Petuhtanten“ im Originaloutfit der Zeit um 1900 auf. „Die Kleidung haben wir von den Großeltern“, bestätigte Anke Matthiesen auf Nachfrage. Seit sieben Jahren sind sie als Petuhtanten unterwegs In ihrem Programm beschäftigten sie sich u.a. mit veganer Ernährung. Aber vor allem ging es um Männer, - vor allem aus Wees. Deren Verhalten, - und was sie tagsüber so tun, - wurde pointiert-kritisch unter die Lupe genommen. Und was ist das Ergebnis? Die Männer sitzen am Nachmittag am Smartphone und drücken an den Tasten herum. Das und weiteres „Aggewaars“ kam so ans Tageslicht. Die Besucher hatten viel Grund zum Lachen.
Lachen strengt an, deshalb bot die KĂĽche anschlieĂźend Eintopf zur Regeneration an. Und so konnten
die Ballbesuchergestärkt bis nach Mitternacht aktiv am Programm teilnehmen. Denn es folgte noch eine Tombola mit vielen schönen Preisen. Und danach ging es „open end“ weiter mit Tanzmusik von „Biene & Matze“.


  Datum: 29.01.20 09:00 Uhr



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