Sie befinden sich hier:  
Wichtige Links:  Mediadaten | Impressum | Kontakt | 
Wichtige Funktionen: Schrift NormalAccesskey


  "Offene Bühne" im Begegnungszentrum wurde überrannt

Von: Werner Barz


Die Folkformation des „Folkclubs Ostangeln“ eröffnet die „Offene Büne“ mit dem russischen Folksong „Walenki“.

Noch keine 6 Wochen machen (v.l.) Armin Villbrandt, Inga Görrissen-Boltz und Malte Lorenzen gemeinsam Musik. In Kappeln begeisterten sie ihre Gästeö

KAPPELN (rz).
Zum achten Mal seit 2013 hatte der „Folkclub Ostangeln e. V.“ zum Konzert „Offene Bühne“ in das Ellenberger Begegnungszentrum (BeZ) eingeladen. Und wieder konnte der Vorsitzende Rüdiger Lange sich bei seiner Begrüßung über gestiegene Teilnehmerzahlen freuen. Aber viel mehr dürfen es auch nicht mehr werden, sonst reicht der vorhandene Platz im BeZ nicht mehr aus.
Dabei war es eine Notlösung, die zur „Offenen Bühne“ führte. 2013 hatte eine angemeldete Band ein Konzert krankheitsbedingt absagen müssen. Um die Musikfreunde, die sich bereits auf das Konzert freuten, nicht zu verprellen, machte Rüdiger Lange aus der Not eine Tugend und suchte nach einer Ersatzlösung, indem er öffentlich nach Literaten und Musikern suchte, die Interesse hatten, sich und ihr Können im BeZ vorzustellen. Die erste „Offene Bühne“ wurde zum Überraschungserfolg. Seitdem steht diese Veranstaltung einmal jährlich im Programm des Folkclubs, - mit steigenden Besucher- und Musikerzahlen. An der Motivation der Veranstalter hat sich nichts geändert. „Es ist eine Bühne zum Mitmachen und Ausprobieren. Der Erprobungscharakter steht im Vordergrund.“ So steht es in der Programmankündigung. „Jeder der Lust hat, kann in beliebiger Besetzung mit zwei oder drei Stücken am Konzert mitwirken.“
In diesem Jahr nahmen 12 Gruppen oder Einzelakteure diese Chance wahr. Ursprünglich waren es nur 10. Dann gab es noch zwei krankheitsbedingte Absagen, aber auch vier Nachmeldungen, so dass die Zahl 12 zustande kam.
Den gut 100 Gästen bot das Konzert ein vielseitig-unterhaltsames Programm, sehr gekonnt vorgetragen, mit gecoverten Songs und vielen eignen Stücken. Den Abend eröffnete die elfköpfige „Folkclubband Ostangeln“ mit zwei Folk-Stücken. Einem russischen Stück „Walenki" (Die Stiefel) und dem irischen Song „The Shepherd´s Wife“ (Die Frau des Schäfers).
Danach stellte sich das Kappelner Trio Inga Görrissen-Boltz (voc), Armin Villbrandt und Malte Lorenzen an der Gitarre vor. Die drei präsentierten gecoverte Songs „in eigner Interpretation“, wie Sängerin Inga erklärte. Erstaunlich war, dass das Trio erst seit 6 Wochen gemeinsam Musik macht.
Positiv motivierend war der Vortrag von Kerstin Frahm. Sie stellte als Autorin die Geschichte eines Hundes mit zu kurzen Beinen vor, der sich darüber ärgert, damit beim Fußball nicht so schnell laufen zu können. Er trifft auf ein Glücksschwein das ebenfalls unglücklich ist. Beide treffen auf eine Schnecke, die diesen Trübsinn nicht verstehen kann. Sie sei doch viel schwieriger dran. Hund und Glücksschwein erfahren so, dass man auch mit seinen Bedingungen glücklich leben kann. Man muss sie nur akzeptieren. Parallel dazu wurden Bilder zur Illustration gezeigt. Diese Aufgabe hatte Rüdiger Lange übernommen.
Darauf folgten zwei Solisten. „Matthias“ aus Kiel stellte sich mit eigner Gitarrenbegleitung mit zwei Liedern von Reinhard May vor und Klaus Preuschoff mit einem Reggae und dem „Augenweide“-Song „Der Blinde und Lahme“. Nach dem Auftritt des Trios „Volksbegehren“, - mit Pia Schöning (voc, git), Wolfgang Meissner (bass, git, man) und Jürgen Stock (voc, git, dobro), - das die Besucher mit Songs wie „Der Himmel wird blau“ und „Dat is leev“ so begeisterte, dass es nicht ohne Zugabe von der Bühne gelassen wurde.
Nach der Pause, in der die Tombolagewinne gezogen wurden, ging es flott weiter mit der Gruppe „Patchwork“. Die stellte sich mit südamerikanischen Rhythmen vor. Gefolgt von dem Duo „Tea for Two“- Jessika (voc) und Arne Tüchsen (git, voc) aus Mohrkirch. Sid besangen die Seefahrt und die Liebe. Literarisch wurde es beim Auftritt von Peter und Thomas von der „Literatur-Lounge“. Peter Hefendehl las dabei eine Geschichte von Tolstoi vor, in der Holzsucher Bäume suchten, aus deren Holz Musikinstrumente gemacht werden konnten. Sie stellten dabei fest, dass es die Bäume sind, die rauschen. Musikalisch begleitet wurde die Lesung von Thomas Meissner und einem Spontangast an der Gitarre.
Viel Beifall erhielten Eckhard Mielenz und Ralf Beckenbach aus dem Amtsbereich Gelting für ihren Auftritt. Der sprach ganz besonders die Bestager an. Manche der älteren Besucher fühlten sich an frühere „Lorbaß“-Zeiten erinnert, als Eckhard Mielenz seine berühmte Drehleier herauskramte und ihr harfenähnliche Klänge entlockte. Für das zweite Lied nutzte er dann das Akkordeon. Ralf Beckenbach begleitete die Stücke mit der Gitarre.
Den Abschluss gestalteten zwei Solisten: „Christoph“ von der Kieler Gruppe „Folkzeit“ mit eignen Songs und Matthias Lahrs (git) mit Eigenkompositionen, der mit seinem Keyboard ein neues Kappelnlied vorstellte.
Es war ein schöner Abend, den die Teilnehmer erlebt hatten. Alle wunderten sich, dass es bereits kurz vor 24 Uhr war, als Folkclub-Vorsitzender das Ende der Veranstaltung verkündete. So schnell war die Zeit abgelaufen. Dass das alles so flott, problemlos und gut ablaufen konnte, war dem Einsatz vieler Personen zu verdanken, die alle ehrenamtlich am Erfolg mitgewirkt hatte: die Akteure auf der Bühne, die Mitglieder des Folkclubs und das BeZ-Team. Dafür bedankte sich der Vorsitzende ganz herzlich. Und er versprach auch, dass es die nächste „Offenen Bühne 2021“ auch wieder geben wird.


Foto: W. Barz. per Email:
2001OffeneBühne1: Die Folkformation des „Folkclubs Ostangeln“ eröffnet die „Offene Büne“ mit dem russischen Folksong „Walenki“.
2001OffeneBühne2: Matthias Lahrs spielt für alle am Schluss um Mitsingen „Irische Segenswünsche“: „Möge die Straße uns zusammenführen…“
2001OffeneBühne3: Kerstin Frahm liest die Geschichte vom Hund mit zu kurzen Beinen vor. Rüdiger Lange hilft, die dazugehörigen Bilder zu zeigen.
2001OffeneBühne4: Eckhard Mielenz (Drehleier) und Ralf Beckenbach (git) stellen sich mit christlichen Liedern vor.
2001OffeneBühne5: Noch keine 6 Wochen machen (v.l.) Armin Villbrandt, Inga Görrissen-Boltz und Malte Lorenzen gemeinsam Musik. In Kappeln begeisterten sie ihre Gästeö


  Datum: 03.02.20 09:00 Uhr



Seite Drucken |

© 2020 Kappeln-Ellenberg.de