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  Amtliche Gew√§sserschau im Bereich der Grimsau

Von: Werner Barz


Vor dem Recycling-Hof in Kappeln-Sandbek w√ľrde der Wasser- und Bodenverband Grimsau gerne den Gew√§sserrandstreifen √ľbernehmen und gleichzeitig hier ein Regenr√ľckhaltebecken installieren.

Vor dem Recycling-Hof in Kappeln-Sandbek w√ľrde der Wasser- und Bodenverband Grimsau gerne den Gew√§sserrandstreifen √ľbernehmen und gleichzeitig hier ein Regenr√ľckhaltebecken installieren.

Blick von oben in den Schacht in Grödersby- Durch eine Rohreinsackung in 6 m Tiefe kann das Waser nicht richtig ablaufen.

Blick von oben in den Schacht in Grödersby- Durch eine Rohreinsackung in 6 m Tiefe kann das Waser nicht richtig ablaufen.

Das Bild zeigt das Ausmaß der Rohreinsackung Geschätzte Reparaturkosten rund 240.000 Euro.

Das Bild zeigt das Ausmaß der Rohreinsackung Geschätzte Reparaturkosten rund 240.000 Euro.

Dr. Claus Messer ist seit dem vergangenen Jahr Verbandsvorsitzender des ‚ÄěWasser-  und Bodenvverbandes Grimsau‚Äú.

Dr. Claus Messer ist seit dem vergangenen Jahr Verbandsvorsitzender des ‚ÄěWasser- und Bodenvverbandes Grimsau‚Äú.

Trotz K√§lte, gelegentlichem Nieselregen und fehlender Sonne waren die Schauleute des ‚ÄěWasser- und Bodenverbandes Grimsau‚Äú wie jedes Jahr zum Ende November unter der Leitung ihres neuen Verbandsvorstehers Dr. Claus Messer in Sachen ‚ÄěGew√§sserschau‚Äú ihrer Verbandsgew√§sser unterwegs. Regensicher gekleidet und mit Gummistiefeln suchten sie dabei stichprobenartig vorher festgelegte Gew√§sserstellen auf, die u. a. als kritisch angesehen werden. Ziel war, sich dar√ľber ein Bild zu machen, wie Abhilfe zu schaffen ist, bzw. zu verhindern, dass den Verbandsmitgliedern gr√∂√üerer Schaden entsteht, falls die Flie√ügew√§sser des Verbandes ihre Aufgabe nicht ordnungsgem√§√ü erf√ľllen.
Am Ende einer dreist√ľndigen amtlichen Gew√§sserschau konnte der Vorsitzende des Wasser-und Bodenverbandes Grimsau, Dr. Claus Messer, Entwarnung geben und verk√ľnden, dass alle offenen Gew√§sser im Verbands-Bereich voll funktionsf√§hig sind, einige der verrohrten Flie√ügew√§sser allerdings Sanierungsbedarf haben.
Der Wasser und Bodenverband Grimsau ist im Einzugsbereich der Grimsau daf√ľr zust√§ndig, dass alle von ihm betreuten B√§che und Rohrleitungen ihre Aufgabe erf√ľllen. Er muss daf√ľr sorgen, dass das Wasser ungehindert abflie√üt. Darauf haben alle 741 Verbandsmitglieder Anspruch. K√ľnftig werden 600 neue Mitglieder dazukommen, erkl√§rte Dr. Claus Messer bei der Begehung. Mitglied ist jeder Grundst√ľcksbesitzer, der ein an der Au oder ihren Nebenb√§chen gelegenes Grundst√ľck besitzt. Die Verbandsfl√§che eine Gr√∂√üe von 3.708 ha.  Das hier anfallende Wasser wird √ľber 35,23 km offene und 46,87 km verrohrte Gew√§sser, f√ľr die der Verband einen Zuschuss bekommt, plus weitere rund 23 Km Rohrleitungen, f√ľr die es keine Zusch√ľsse gibt. abgeleitet und gelangt am Ende in Grauh√∂ft in die Schlei.
Um den Wasserabfluss in den offenen Wasserläufen zu gewährleisten, wurden sie von Hand oder per Maschineneinsatz geräumt. Um zu ermitteln, wie die Maßnahmen gewirkt haben und ob alle Systeme ordnungsgemäß funktionieren, findet regemäßig nach den Räumarbeiten im Herbst eine von der Satzung geforderte Amtliche Gewässerschau statt. Dabei werden stichprobenartig einzelne Stellen aufgesucht, die im Jahr Probleme bereitet haben.
Die diesj√§hrige amtliche Gew√§sserschau des Wasser- und Bodenverbandes Grimsau fand bereits zum zweiten Mal unter Leitung von Verbandsvorstehers Dr. Claus Messer (Vogelsang) statt. Dazu konnte Dr. Messer bei dem morgendlichen Treffen im Gasthof Stolteb√ľll neben seinen ‚Äěoffiziellen Schauleuten‚Äú und weiteren Verbandsausschussmitgliedern auch Kerstin von R√∂nn vom ‚ÄěLandesamt f√ľr K√ľstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein‚Äú, den Verbandsingenieur Dr. Hans-Henning Hennings und Torsten Arms von der Wasserbeh√∂rde des Kreises Sl-Fl  begr√ľ√üen.
Ihnen stellte er die zu besichtigenden Problemstellen vor. Anschlie√üend machten sich die Anwesenden per PKW zu den oft nicht einfach zu erreichenden Stellen. Insgesamt elf Stellen hatte der Verbandsvorsteher ausgesucht. Nicht alle waren Problemstellen. So z. B. in Grimsnis. Hier m√∂chte der Verband einen Gew√§sserstreifen erwerben. Hier wurden auch Fische eingesetzt. Die haben sich, trotz der sommerlichen D√ľrre, dank guter Wasserqualit√§t hervorragend entwickelt. Problemstellen gab es dagegen in Sandbek, in Gr√∂dersby sowie in Oersberg-Schweltholm und Spannbr√ľck in der N√§he von Neu-Oersberg.
In Sandbek wurde ein Geb√§ude ganz legal sehr nahe am Bachlauf gebaut. Jetzt muss daf√ľr gesorgt werden, dass es nicht durch m√∂glichen B√∂schungsabbruch gef√§hrdet wird. Erschwerend kommt hinzu, dass der Ort mit Maschinen schwer zu erreichen und der Gew√§sserrand mit Bauschutt und organischen Abf√§llen belastet ist. Angedacht werden soll, zusammen mit der Stadt, die ist Eigent√ľmer des Grundst√ľcks auf der anderen Au-Seite, diese Fl√§che abzuholzen, um Maschinen an die Stelle bringen zu k√∂nnen √úber die Kosten muss noch gesprochen werden. Bei der Gew√§sserschau wurde bem√§ngelt, dass die gesetzlich geforderten 8 m vom B√∂schungsrand nicht von Ablagerungen freigehalten wurden. ‚ÄěHier kann man niemanden ungef√§hrdet arbeiten lassen‚Äú, erkl√§rte Dr. Claus Messer. Selbst ein R√§umbagger h√§tte Probleme, an den Bach zu kommen. Der Vorfluter 18, der dann weiter durch das Wasserm√ľhlenholz verl√§uft, hat eine weitere Schwachstelle am Einlauf einer Stra√üenunterf√ľhrung. Dieser Bereich verstopft leicht. Es wird dar√ľber nachgedacht, ob Pf√§hle als Schutz vor Reisig n√ľtzlich sein und so √úberschwemmungen verhindern k√∂nnen.
Gleiches gilt f√ľr eine Rohreinsackung an einem 6 m tief gelegenen Schacht auf landwirtschaftlichen Gel√§nde in Gr√∂dersby in der N√§he des Bahnhofes. Die gesch√§tzten Reparaturkosten liegen hier bei rund 200.000 Euro.
Durch Erdauff√ľllung bedingte Niveauprobleme, die den regul√§ren Wasserablauf behindern, wurden in Oersberg-Schweltholm festgestellt. Auch in Spannbr√ľck gab es an einem offenen Gew√§sser Probleme beim Wasserablauf, durch eingewachsene Weidenwurzeln. Um Knickpflege ging es beim Stopp am ‚ÄěWaldorfkindergarten‚Äú in Kappeln-Mehlby. Ansonsten schauten die Teilnehmer der amtlichen Gew√§sserschau 2018 danach, wo m√∂gliche Regenr√ľckhaltebecken geschaffen oder Gew√§sserstreifen gekauft werden k√∂nnten. M√∂gliche Stellen f√ľr R√ľckhaltebecken wurden in Sandbek am Recyclinghof und in Wittkiel in der N√§he der Bushaltestelle gefunden. Fl√§chenerwerb f√ľr den Gew√§sserschutz w√§re in Sandbek in der N√§he des Recyclinghofes und in Grimsnis m√∂glich. Der Gesetzgeber fordert, dass ein bestimmter Prozentsatz der Wasserl√§ufe durch Randstreifen vor der Bewirtschaftung gesch√ľtzt wird. Die Streifen m√ľssen mindestens 8 m breit sein.
Zum Abschluss der Gew√§sserschau trafen sich die Teilnehmer im ‚ÄěGasthof Stolteb√ľll‚Äú. Dabei wurde festgestellt, dass die Verbandsgew√§sser ihre Funktion weitestgehend erf√ľllen, aber dennoch ein Sanierungsbedarf besteht. Dabei machte Verbandsingenieur Dr. Hennings eine Rechnung auf. Sollten die rund 70 km Rohrleitungen saniert werden m√ľssen, w√ľrde das 4,5  Mio. kosten. Geht man weiter davon aus, dass diese Ma√ünahme alle 100 Jahre f√§llig wird, m√ľsste der Verband j√§hrlich 45.000 Euro zur√ľcklegen, um das Problem bezahlen zu k√∂nnen.


  Datum: 14.12.18 09:00 Uhr



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