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  Schützen ermittelten ihre Majestäten

Von: Werner Barz


„Rosi, die Arbeitssame“ und „Ron, der Erfolgversprechende“ heißt Schützenkönigspaar 2014.

„Rosi, die Arbeitssame“ und „Ron, der Erfolgversprechende“ heißt Schützenkönigspaar 2014.

( v.l.) Männergildekönig Matthias Mau, Heringskönigin Ramona Strüven, Bürgermeister Heiko Traulsen und Zeremonienmeister Dieter Motzkat führen den Umzug vom Rathausmarkt zum Schützenheim an.

( v.l.) Männergildekönig Matthias Mau, Heringskönigin Ramona Strüven, Bürgermeister Heiko Traulsen und Zeremonienmeister Dieter Motzkat führen den Umzug vom Rathausmarkt zum Schützenheim an.

Die Altmajestäten „Sven der Kavalier“ und „Marita, die Fröhliche“ warten auf den Umzug, der sie abholen soll.

( v.l.) Männergildekönig Matthias Mau, Heringskönigin Ramona Strüven, Bürgermeister Heiko Traulsen und Zeremonienmeister Dieter Motzkat führen den Umzug vom Rathausmarkt zum Schützenheim an.

Ein volles Haus konnte Vorsitzender Jan-Dieter Nehls zum Festkommers begrüßen.

Die Altmajestäten „Sven der Kavalier“ und „Marita, die Fröhliche“ warten auf den Umzug, der sie abholen soll.

Vorsitzender Jan-Dieter Nehls mit dem Königshaus 2014 (v.l.): Kronprinzenpaar Marita Jöhnck und Jürgen Theimert, das Schützenkönigspaar Rosemarie Nehls und Ron Nanko und das Prinzenpaar Birthe Petersen und Herbert Weiß-Ravn.

Ein volles Haus konnte Vorsitzender Jan-Dieter Nehls zum Festkommers begrüßen.

Einmarsch der Fahnenträger auf dem Rathausmarkt.

Vorsitzender Jan-Dieter Nehls mit dem Königshaus 2014 (v.l.): Kronprinzenpaar Marita Jöhnck und Jürgen Theimert, das Schützenkönigspaar Rosemarie Nehls und Ron Nanko und das Prinzenpaar Birthe Petersen und Herbert Weiß-Ravn.

Ein Küsschen war Vorsitzender Jan-Dieter Nehls seiner neuen Königen und Ehefrau Rosemarie schuldig.

Einmarsch der Fahnenträger auf dem Rathausmarkt.

Ein Küsschen war Vorsitzender Jan-Dieter Nehls seiner neuen Königen und Ehefrau Rosemarie schuldig.

Der Augustbeginn ist für die Mitglieder des Schützenverein Kappeln von 1880 e. V. der Zeitpunkt, wo Vorstand und Mitglieder Stehvermögen beweisen müssen. Denn seit jeher steht traditionell am ersten Augustwochenende das Schützenfest mit Königsschießen, Umzug und Festkommers auf dem Programm. Es ist das Wochenende, an dem die Schützen ihr Schützenkönigspaar beim Königsschießen ermitteln. Wer diese Würde beim Königsschießen erlangen möchte, muss beim Königshauptschießen drei Schuss mit dem Kleinkalibergewehr auf die 50 m entfernte 10-er-Scheibe abgeben. Das Ergebnis erfahren die Kandidaten nicht sofort, weil die Scheibe abkippt und das Ergebnis verdeckt. Nur die beiden Auswerter kommen daran. In diesem Jahr waren dies Karl-Heinz Koch und Jürgen Seemann. Die behalten das Ergebnis aber für sich.  Wer es geschafft hat auf den Schützenkönigs-Thron zu kommen, dass erfahren die Teilnehmer erst beim abendlichen Festkommers durch den Vorsitzenden Jan-Dieter Nehls.
Auch in diesem Jahr lief das Schützenfestritual – mit kleinen, durch den Vorsitzenden Jan-Dieter Nehls eingeführten Änderungen – in gewohnter Weise ab. Am Sonnabend trafen sich die Schützen zunächst um 7:30 Uhr zum Königsfrühstück. Dazu hatten die amtierenden Majestäten „Marika (Jöhnck), die Fröhliche“ und „Sven (Jacobsen), der Kavalier“ eingeladen.
Anschließend ging es dann richtig los. Und das hieß um 9:25 Uhr: Antreten im Schützenheim mit anschließender Begrüßung der Majestäten 2013 und dem 1. Teil des Königshauptschießens. Unterbrochen durch eine zweistündige Mittagspause folgte am Nachmittag der 2. Teil des Hauptschießens. Parallel dazu lief ein Preiswürfelwettbewerb. Beide Wettbewerbe endeten um 16:00 Uhr.
Danach hatten die Schützen Zeit, sich zu erfrischen. Aber um 17:00 Uhr hieß es bereits wieder: Antreten auf dem Rathausmarkt mit anschließendem Umzug durch die Stadt zum Schützenheim. Für die Organisation des Antretens und dem folgenden Umzug war der 2. Vorsitzende Dieter Motzkat verantwortlich. Er wurde dabei von der Kappelner Polizei unterstützt, die den Umzug absicherte. Und das  war wieder einmal ein echtes Publikumsspektakel. Viele Innenstadtbesucher blieben sehen, um dem bunten Treiben zuzuschauen. Immerhin waren über 140 Schützinnen und Schützen aus verschiedenen Vereinen mit elf Fahnenträgern beteiligt. Mit dabei auch eine Abteilung der befreundeten Schützenbruderschaft Heimerzheim und das Fanfarentambourskorps Heimatklänge Bengen e. V, das Freundschaft mit dem Kappelner Schützenbläserkorps pflegt. Auch Bürgermeister Heiko Traulsen beteiligte sich ebenso an dem Umzug wie der stellvertretende Präsident des Norddeutschen Schützenbundes (NDSB), Alfred Koitzsch, zugleich Vorsitzender des Kreisschützenverbandes. Ebenfalls mit dabei der König der Männergilde Matthias Mau und Heringskönigin Ramona Strüven.
Auf dem Weg zum Schützenheim wurde der Umzug an zwei Stellen gestoppt. In der Adolf-Pohlmann-Straße wurden die Altmajestäten „Sven, der Kavalier“ und „Marita, die Fröhliche“, beide hatten sich zuvor aus der Riege der Marschierer entfernt, von zu Hause abgeholt. Darauf hatten sich die Altmajestäten, aber auch alle Anrainer liebevoll vorbereitet. Die Straße war hübsch dekoriert. Und am Wohnhaus der Königin wurden alle Schützen mit einem Großplakat begrüßt.  Getränke standen ebenfalls bereit. Die Straße hatte sogar einen neuen Namen bekommen und hieß jetzt „Königsallee“.
Ein zweiter Stopp wurde bei der Margarethen-Residenz eingelegt, um die Bewohner zu begrüßen und musikalisch zu unterhalten.
Die eigentliche Königsproklamation fand im Rahmen des Festkommers 2014 im Schützenheim statt.
Dazu begrüßte Vorsitzender Jan-Dieter Nehls ein volles Haus. Mit dabei waren der stellvertretende Kappelner Bürgervorsteher Helmut Schulz, der stellvertretende Präsident des NDSB und Kreisvorsitzende Alfred Koitzsch, das Ehrenvorstandsmitglied des Deutschen Schützenbundes Gerhard Quast, Bürgermeister Heiko Traulsen,  Ramona Strüven (Heringskönigin) sowie die Majestäten der befreundeter Vereine, zahlreiche Vertreter der Vereine und  die Ehrenmitglieder  des SchV Kappeln Lisa Domeratzki und Ebe Petersen. In der Begrüßung betonte Vorsitzender Nehls, dass jedes Schützenfest zwar gelebte Tradition  aber dennoch stets im Wandel sei. Allerdings sei man noch nicht so weit, Hüpfburgen aufzustellen. Aber insgesamt sei der Kappelner Schützenverein dabei, sich neu aufzustellen. Deshalb wurde  die elektronische Schussauswertung am Luftgewehrstand angeschafft. Das war möglich mit finanzieller Unterstützung durch den Dachverband NDSB.
Gerne würde man die Schießanlage weiter modernisieren, wenn Förderung möglich sei. Die Modernisierung ist wichtig, weil der Verein auch den demografischen Wandel im Nacken verspürt. Das trifft nicht nur die Mitgliederzahlen,  die sind beim Kappelner Schützenverein mit 150 gerade noch ausreichend, sondern auch die Teilnehmer beim Umzug. Viele können lange Märsche nicht mehr mitmachen. Deshalb könne über Änderungen nachgedacht werden. Er dankte allen, die das Königsschießen unterstützt haben. Ein ganz besonderer Dank ging an die Bewohner der Adolf-Pohlmann-Straße für die schöne Dekoration der Straße.
Grüße der Stadt überbrachte Kappelns stellvertretender Bürgervorsteher Helmut Schulz. Er lobte die gute Arbeit des Schützenvereins. Ähnlich äußerte sich der stellvertretende NDSB-Präsident und Vorsitzender des Kreisschützenverbandes, Alfred Koitzsch. Er machte aber auch deutlich, dass der Dachverband viel Geld für das Trainingszentrum in Kellinghusen ausgegeben hat und daher nicht mehr so viel für die Vereinsförderung vorhanden ist.
Im Namen der anwesenden Verein  bedankte sich Wolfgang Treptow von den Tarper Schützen für die Einladung zum Schützenfest und zeigte sich  erstaunt über die hohe Teilnehmerzahl der Marschierer. In Tarp habe er bei Schützenumzügen  maximal 110 Teilnehmer erlebt.
Grüße des Schützenkorps Tondern von 1693 überbrachte Manfred Petersen. Er hatte auch Geschenke für die Kappelner Schützen mitgebracht.
Weitere Geschenke und Ehrennadeln  erhielten die Kappelner Schützen  von Werner Neubauer von den Heimerzheimer Schützen. Der freundschaftliche Kontakt besteht bereits seit 33 Jahren. Beide Vereine besuchen sich im jährlichen Wechsel. Die Ehrennadeln erhielten Jan-Dieter Nehls, Hermann Fink, Edgar Rieger und Sven Jacobsen für ihren Einsatz für die gemeinsame Partnerschaft. Mit dabei auch die Heimerzheimer Schützenkönige Manfred und Ruth Lötz . Sie verabschiedeten sich von den Kappelner Altmajestäten mit einem Geschenk.
Das letzte Grußwort sprach der Ehrenältermann der Kappelner Männergilde, Edgar Rieger. Es war wie immer. Witzig, spritzig und das Flachgeschenk hatte er auch mit dabei.
 Spannend wurde die Königsproklamation. Nachdem Schießmeister Horst Meissner mit drei Salutschüssen bekannt gemacht hatte, dass die Ergebnisse des Königsschießens vorlägen, brachte Ehrenausschussmitglied Karl-Heinz Koch die Ergebnisse im verschlossenen Umschlag dem Vorsitzenden. Der konnte so nacheinander das neue Königshaus bekannt geben. Dabei kam folgendes heraus. Neue Prinzessin mit 23 Ringen wurde Altkönigin Marita Jöhnck. Ihr Prinz ist Herbert Weiß-Ravn (9 R.). Die neue Kronprinzessin heißt Birthe Petersen (25 R.), der Kronprinz ist Jürgen Theimert (9 R., aber bessere Trefferlage). Die neuen Majestäten aber heißen „Ron (Nanko), der Erfolgversprechende“ und „Rosi (Nehls), die Arbeitssame“. Ron Nanko hatte 16 Ringe erreicht. Rosemarie Nehls 27. Die höhere Ringzahl bei den Frauen liegt daran, dass sie mit Auflage schießen durften, die Männer nur stehend freihändig.
Den neuen Majestäten wurden die Königsketten umgehängt, die kurz zuvor ihren Vorgängern abgenommen worden waren.  Ihren ersten großen Auftritt haben die neuen Majestäten am kommenden Sonnabend. Dann findet im Schützenheim Hüholz der Schützenball 2014 statt.
Im Anschluss an die Königsproklamation wurde im Schützenheim kräftig gefeiert. Die passende Musik lieferten die „De Tampen“ unter Leitung von Egbert Bruhn.


  Datum: 09.08.14 09:41 Uhr



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