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  Karbyer Grundschüler und VHS Karby gestalteten den "4. Plattdütsche Avend" im Gasthof Nüser

Von: Werner Barz


Die Grundschüler der GS Karby, die mit ihrer Lehrerin Frauke Bruhn den 1. Teil des „4. Plattdütschen Avends“ im „Hotel Nüser“ gestalteten.

Die Grundschüler der GS Karby, die mit ihrer Lehrerin Frauke Bruhn den 1. Teil des „4. Plattdütschen Avends“ im „Hotel Nüser“ gestalteten.

Mit viel Freude und Engagement stellten sich die Schüler der Grundschule Karby beim „4. Plattdütsche Avend“ mit Ihrer Lehrerin Frauke Bruhn den vielen Besuchern vor.

Mit viel Freude und Engagement stellten sich die Schüler der Grundschule Karby beim „4. Plattdütsche Avend“ mit Ihrer Lehrerin Frauke Bruhn den vielen Besuchern vor.

Merle und Mariella (4. Klasse) lesen die Geschichte „Ferien bi Oma Helene“ aus dem plattdeutschen Lesewettbewerb vor.

Merle und Mariella (4. Klasse) lesen die Geschichte „Ferien bi Oma Helene“ aus dem plattdeutschen Lesewettbewerb vor.

Kurz vor dem Happy-End: Spielszene mit (v.l.) Eugen (Renate Scharnowski, Krissi (Alina Hucke), Mike (Philipp Winkelmann),Theo (Bernd Petersen), Moni (Inka Gorecki und Scarlett (Regina Hess).

Kurz vor dem Happy-End: Spielszene mit (v.l.) Eugen (Renate Scharnowski, Krissi (Alina Hucke), Mike (Philipp Winkelmann),Theo (Bernd Petersen), Moni (Inka Gorecki und Scarlett (Regina Hess).

Einen fröhlich-unterhaltsamen „Plattdütsche Avend“ mit Musik, Sketchen und plattdeutschen Geschichten im ersten Teil sowie niederdeutschem Theater im zweiten erlebten weit über 200 Besucher im Karbyer „Gasthof Nüser“. Und sie waren nicht geizig mit Beifall.  Zu dem „4. Plattdütsche Avend“ hatten die Jungen und Mädchen der vier Klassen der Karbyer Grundschule und die Volkshochschule Karby (VHS)gemeinsam eingeladen.

Die Grundschulkinder präsentierten dabei, was sie in dem zusätzlichen Plattdeutschunterricht als „Modellschule für Plattdeutsch“ gelernt hatten. Die Laienspielgruppe der VHS Karby stellte sich nach der Pause mit dem Einakter „Moni weet Bescheed“ der Riesebyer Autorin Gunda Gey unter Regie von Bernhard Clausen vor. Der zugleich als Moderator durch den Abend führte.

Der Abend begann, nachdem sich die 77 Grundschüler auf der Bühne Platz platziert hatten und von dort ihre Besucher mit „Ik will die begröten“ mit kräftigem Sound begrüßt hatten. Musikalisch wurden sie dabei von Frauke Bruhn, Musiklehrerin und zuständig für den Plattdeutschunterricht der Karbyer Grundschule, mit dem  E-Piano unterstützt.

Anschließend wurden die Anwesenden noch einmal vom Moderator Clausen begrüßt. Der daran erinnerte, dass die Karbyer Grundschule allen Klassen seit vier Jahren Plattdeutsch als Unterrichtsfach zusätzlich mit zwei Stunden pro Woche anbietet. Bereits bevor die Schule Modellschule für Plattdeutsch wurde, hat sie an der Aktion „Schölers leest Platt“ teilgenommen.

Er lobte die Kinder für ihren Einsatz und forderte dafür den Applaus der Anwesenden.

Danach lief ein buntes Programm ab. Dabei waren alle Kinder im gesamten ersten Teil auf der Bühne. Sie sangen mit den Anwesenden, spielten Sketche, trugen Gedichte vor und agierten als Quiz-Moderatoren. Den Anfang machten die Kinder der Eingangsklasse mit dem Gedicht „Versöök dat mal“, in dem sie herausstellen, dass sie sich freuen, Plattdeutsch sprechen zu können. Denn „Plattdüütsch is ok wat för die“. 

Danach bewiesen sie ihr Können als Plattdeutsch-Moderatoren beim „Tierrätsel“. Nacheinander stellten sie Eigenschaften von Tieren „op Platt“ vor. Die Zuschauer mussten raten, welche Tiere es sind. Die Beschreibungen waren offensichtlich alle so gut, dass die vorgetragenen Lösungen von den Kindern mit „Dat stimmt“ kommentiert wurden.

Nachdem sich die Flötengruppe der 3. und 4. Klasse mit drei Stücken vorgestellt hatte, legte die 3. Klasse drei Sketche nach. Da wurden die Lachmuskeln echt strapaziert. Beim „Telefoneern“ wird Mila mit ihrer Klassenkameradin Lale falsch verbunden. Die daran anschließende Diskussion steigert sich zu dem Vorwurf von Lale, dass Mila „eenfach wildfremde Menschen mit dem Telefon“ belästigt. Darauf Mila: „Wieso gahen se överhaupt ran, wenn dat gor nich Sies Nummer is?“ 

Im zweiten Sketch ging es um Hotschen (Puschen). In einer Familie mit 10 Kindern erkennt die Mutter an den 10 Hotschen an der Tür, dass alle Kinder zu Hause und im Bett sind. Doch es wurden an einem Abend nur neun gezählt. Nach einigem Hin und Her stellt sich heraus, „Jan is mit sien Hotschen to Bett gah´n“.

Im dritten Sketch geht es um Verweigerung von Hilfe. „Nee, kann ich nich!“, hören die Betreffenden, die um Hilfe nachfragen. Am Ende gibt es die Erklärung: „Ik heff doch beide Hannen in de Tasch.“ 

Als letzte Gruppe stellten sich die Kinder der 4. Klasse vor. Merle und Mariella lasen zunächst den Text „Ferien bi Oma Helene“ aus dem plattdeutschen Lesewettbewerb vor. Darin geht es um Josefine, die ihre Oma Helene besuchen möchte und ihre Freundin Mira  mitnehmen darf. Mira hat ihren Teddy mitgenommen, Josefine „ehr leevste Popp Mariechen“. Am Zielbahnhof werden sie von Oma Helene empfangen. Doch als sie dann bei Oma Helene zu Hause angekommen sind, stellt Josefine mit Entsetzen fest, dass sie ihre liebste Puppe im Zug gelassen hatte. Oma kann helfen. Sie kennt jemanden bei der Bahn. Ein Telefongespräch genügt. Am nächsten Morgen bringt Heiner die Puppe vorbei und sorgt so für große Freude bei Josefine.

Am Ende des ersten Teil des Plattdeutschabends stellten elf KInder der 4. Klasse in Wort und Bild 15 Szenen aus dem Kinderbuch „De Lütthasenschool“ von Fritz Koch-Gotha und Albert Sixtus, das Karl-Heinz Groth ins Plattdeutsche übertragen hat, vor. 

Nach der Pause, in der sich die Besucher am Büchertisch über plattdeutsche Literatur informieren konnten, stellte die Laienspielgruppe der Karbyer Volkshochschule unter der Regie von Bernhard Clausen den Einakter „Moni weet Bescheid“ von Gunda Gey vor. Das Stück spielt am Morgen auf dem Bahnhof. Hier betreibt Moni (Inka Goretzki) einen Kiosk, an dem sich regelmäßig die unterschiedlichsten Typen treffen. Dazu gehören Eugen (Renate Scharnowski), der seit 15 Jahren am Bahnhof auf seine große Liebe wartet, und Scarlett (Regina Hess), die sich im Bahnhof einquartiert hat, um so gegen den Rauswurf aus ihrer Wohnung durch Spekulanten zu demonstrieren. Dann ist da noch Mike (Philipp Winkelmann), der sich eine bürgerliche Existenz wünscht, von seiner alleinerziehenden Hippi-Mutter Kriss (Alina Hucke) aber unkonventionell erzogen wird. Sie alle warten auf Moni, die endlich aus dem Urlaub zurückkommen soll. Während dieser Zeit hat sich ihr Bekannter Theo (Bernd Petersen) um den Kiosk gekümmert.

Als Moni dann endlich zurückkehrt, bringt sie überraschende Neuigkeiten, die Ordnung in die Situation der Bühnenakteure bringt. Krissi erkennt in Eugen ihren früheren Geliebten. Somit hat auch Mike einen Vater und kann sich bürgerlich verhalten. Und auch Theo bekommt seine Moni. Und so gibt es doch noch für alle ein Happy-End.


  Datum: 10.03.18 09:00 Uhr



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