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  Start fĂĽr die neuen Kappelner "Schlei-Terrassen"

Von: Werner Barz


Die AMA-Geschäftsführer Jan Christopher Kortüm (r.) und Frank Krogel  (l.) mit Bürgermeister Heiko Traulsen beim Start der Abrissarbeiten in der ehemaligen Marinewaffenschule für das neue Wohngebiet "Schlei-Terrassen".

Die AMA-Geschäftsführer Jan Christopher Kortüm (r.) und Frank Krogel (l.) mit Bürgermeister Heiko Traulsen beim Start der Abrissarbeiten in der ehemaligen Marinewaffenschule für das neue Wohngebiet "Schlei-Terrassen".

Der Blick auf die Schlei soll von allen Gebäuden der „Schlei-Terrassen“ möglich sein.

Der Blick auf die Schlei soll von allen Gebäuden der „Schlei-Terrassen“ möglich sein.

Die Teilnehmer beim Start der vorbereitenden Arbeiten für die neuen Kappelner „Schlei-Terrassen“.

Die Teilnehmer beim Start der vorbereitenden Arbeiten für die neuen Kappelner „Schlei-Terrassen“.

Jan Christopher KortĂĽm im Interview mit der SAT-1-Reporterin. Der Bericht wurde noch am gleichen Tag gesendet.

Jan Christopher KortĂĽm im Interview mit der SAT-1-Reporterin. Der Bericht wurde noch am gleichen Tag gesendet.

Im Jahr 2011 hatte die 1988 gegründete Firma „Norddeutsche Grundvermögen“ mit Sitz in Hamburg das Gelände der ehemaligen Marinewaffenschule in Kappeln-Ellenberg erworben, um dort – an der Schlei - eine attraktive Wohnsiedlung zu erstellen, - mit Ferienhäusern, aber auch mit Wohnungen und Häusern mit Dauerwohnrecht. Ein Name für diesen neuen Stadtteil war auch schnell gefunden. Sein Name: „Schlei-Terrassen“. Geplant war, auf der rund 26 Hektar großen Fläche direkt an der Schlei, im Laufe von 10 Jahren rund 220 Wohneinheiten entstehen zu lassen. Diese Aufgabe wurde der zeitgleich gegründeten Tochtergesellschaft „AMA Marina Schlei-Terrassen GmbH & Co. KG“ übertragen.

Eigentlich hätte der Startschuss fĂĽr den Baubeginn des „Schlei-Terrassen“-Projekts längst erfolgt sein sollen. Doch es tauchten Probleme auf.  Die waren so gravierend, dass bis 2017 kein Baustartsignal gegeben werden konnte. Das allerdings hat sich geändert. Nach langen Verhandlungen ĂĽber die städtebaulichen Verträge einigten sich Investor und Stadt einvernehmlich Ende vergangenen Jahres.

Und somit konnte jetzt, am Donnerstag, dem 18. Oktober, kurz nach 10 Uhr, „der Startschuss zu dem GroĂźprojekt auf dem GrundstĂĽck der ehemaligen Waffenschule im östlich gelegenen Ortsteil Ellenberg erfolgen“, wie GeschäftsfĂĽhrer Jan Christopher KortĂĽm am betreffenden Morgen erklärte. AnschlieĂźend gab er  mit seinem Kollegen Frank Krogel das Signal dafĂĽr, dass Max Magowski von der Firma „Abbruch Lindenblatt“ aus Gudendorf im Kreis Dithmarschen seinen Bagger starten und die ersten Baggerschaufeln mit Erde von einem der Bunker wegschaufeln konnte. Der Vorarbeiter wird nach eignem bekunden rund 15 Monate mit bis zu 25 Mitarbeitern damit zu tun haben, um die 26 Gebäude – Kasernen, Schulungsgebäude und Bunker  - abzureiĂźen und die Reste abzufahren.

Danach soll das Gelände bebauungsreif zur Verfügung stehen. Das Abbruchmaterial wird übrigens nicht auf dem Müll landen. Es wurde von dem Investor verkauft und soll der Wiederverwertung zugeführt werden. Bei dieser Arbeit geht es nicht nur um Erde, die bewegt werden muss.

Eine ganz besonders schwierige Abrissarbeit wartet auf die Abbruchkolonne in Form eines atombombensicheren Bunkers mit bis zu 1,50 m dicken Wänden. „Das wird für das Unternehmen eine haarige Sache“, war zu erfahren. Da müssen vermutlich Diamantschneider eingesetzt werden.

Als Gast „beim Baubeginn“ mit dabei war auch Kappelns Bürgermeister Heiko Traulsen. Er freute sich angesichts der Tatsache, dass, wie Geschäftsführer Kortüm zu Beginn erklärt hatte, es endlich losgeht. Und dass nach langwierigen Verhandlungen ein für alle Parteien zufriedenstellendes Ergebnis herausgekommen sei.

Und er ergänzte: „Die ehemalige Konversionsfläche erforderte eine anspruchsvolle städtebauliche Planung unter Berücksichtigung insbesondere des landschaftlichen Raumes und seiner Vielfalt. Diese Interessen der Stadt Kappeln und des Investors wurden berücksichtigt, sodass nunmehr Baurecht vorliegt und das Projekt starten kann. „Schlei-Terrassen“ ist ein bemerkenswertes Projekt in besonderer Lage und stellt eine gute Entwicklungschance für Stadt und Region dar. Darüber freue ich mich sehr.“ Die Nachfrage nach einem Grundstück in dieser hervorragenden Lage schätzte er übrigens als sehr hoch ein.

Den anwesenden Pressevertretern und einem Team von „Sat 1“ stellten die GeschäftsfĂĽhrer Jan Christopher KortĂĽm und sein Kollege Frank Krogel nach dem Start das Projekt im Gespräch vor.  

Gebaut wird auf einer Fläche von 26 Hektar gut dreizehn Meter oberhalb der Schlei. Hier sollen rund 220 Wohneinheiten entstehen. Dafür müssen rund 26 ehemalige Marinegebäude abgerissen werden. Der Abriss wird rund 15 Monate in Anspruch nehmen. Die Arbeiten werden in Richtung von Nord nach Süd erfolgen. Sie sollen für die Ellenberger Bürger so erträglich wie möglich gestaltet werden. Dennoch wird eine gewissen Staub und Lärmbelästigung nicht zu verhindern sein, betonte Frank Krogel. Die betroffenen Bürgerinnen und Bürger sollen über die anstehenden Arbeiten ausführlich informiert werden. Sie erhalten auch eine Telefonnummer unter der sie bei Problemen einen Verantwortlichen erreichen können. Parallel zu den Abrissarbeiten wird mit der Erschließung und der Parzellierung des Geländes begonnen. Sobald der Nordbereich geräumt ist, startet die Vermarktung. Das wird vermutlich im Frühsommer 2019 passieren. Dann werden für Interessenten Baugrundstücke in einer Größe ab 400 m² zur Verfügung stehen. Die Grundstücke werden von der AMA zum Kauf angeboten. Als Bauherrin will die Gesellschaft nur in Einzelfällen antreten.

Möglich ist der Bau von Einfamilienhäusern und mehrgeschossigen Wohnhäusern, die terrassenförmig an zwei senkrecht zur Schlei verlaufenden „Sichtachsen“ (Wegen) gebaut werden. So ist wird der Blick auf die Schlei aus der zweiten und dritten Reihe möglich sein.

Zusätzlich sollen an dem zum Gelände gehörenden 900 m langen Schlei-Ufer eine Steganlage und eine Aussichtsplattform entstehen.

Auf die Frage: „Wann das Projekt abgeschlossen sein wird?“, blieb Projektleiter Kortüm die Antwort mit dem Hinweis schuldig, dass er nicht Bauherr der zu bauenden Häuser sein werde. Er rechnete aber „mit mindestens fünf Jahren“.


  Datum: 29.10.18 09:00 Uhr



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