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  Ballustrade der Mühle "Amanda" für 46.000 Euro saniert

Von: Werner Barz / hs


Bürgermesiter Heiko Traulsen, Bau-
amtsleiter Erich Reuter und Sachbearbeiter Joachim
Menge stellen die Sanierungsmaßnahme
an der Mühle „Amanda“ vor.

Die Mühle „Amanda“ ist jetzt
wieder voll begehbar.

Kappelns „Schöne Holländerin“, die Mühle „Amanda“, ist für die Besucher wieder voll begehbar. In den sechs Wochen zwischen Ostern und Pfingsten wurde der Rundgang in der vierten Etage von Mitarbeitern des Kappelner Bauunternehmens „Bartelsen & Villbrandt“ saniert. Den Beschluss dazu hatte die Stadtvertretung bereits 2011 gefasst. Dafür wurden 38.000 Euro in den Haushalt eingestellt, um die aus Fichte erstellen Tragbalken für die Außenbalustrade durch Eichebalken zu ersetzen. Doch als die Belege und die Tragbalken abgebaut waren, wurde festgestellt, dass auch die Metallstreben, die die Träer halten sollen, von Rost befallen und auch sanierungsbedürftig waren. Das wurde gleich mitgemacht. Die Sanierungskosten erhöhten sich dadurch auf 46.000 Euro.
Während der sechswöchigen Bauphase war die Balustrade für Besucher gesperrt.
„Wir haben die Bauphase in die Vorsaisonzeit gelegt“, erklärten Bürgermeister  Heiko Traulsen und Bauamtsleiter Erich Reuter bei der Vorstellung der Sanierungmaßnahme vor Ort, „weil die Mühle ein wichtiges Merkmal Kappelns ist. Sie sollte fertig sein, wenn viele Besucher in der Stadt sind.“
Zu den Heringstagen war die Mühle soweit saniert, dass das Gerüst entfernt werden konnte. Zum Mühlentag am Pfingstmontag war sie dann auch komplett begehbar.
Wie Bürgermeister Heiko Traulsen erklärte, sollen die Mehrkosten von 8.000 Euro über einen Nachtragshaushalt finanziert werden. „Jetzt war die Balustrade an der Reihe, bald sind die Windmühlenflügel dran“, so der Bürgermeister.
Keine schlechte Idee, denn im nächsten Jahr wird Kappelns „Schöne Holländerin“ 125 Jahre alt. Das wäre doch ein Grund, Kappelns Wahrzeichen herauszuputzen.
Die  auf dem höchsten Punkt Kappelns erbaute „Amanda“ wurde 1888 – nach dem Brand von 1886 – von Müller Peter Thomsen neu aufgebaut. 80.000 Goldmark hat er dafür ausgegeben. Er gab ihr den Namen seiner Frau. Um bestmöglich vom Wind zu profitieren, wurde der höchste Punkt in Kappeln als Bauplatz gewählt.
Seit 1990 sind sie und das ihr angegliederte alte Sägewerk - heute ein „Working Museum“ betrieben von den Kappelner Werkstätten -  als Kulturdenkmal eingetragen.  
Die Mühle „Amanda“ ist über 30 m hoch, hat neun Stockwerke und ist massiv bis zum Mühlenkopf gebaut. 1900 verkaufte Müller Thomsen die Mühle für 30.000 RM an den Pächter Friedrich Hadenfeldt. 1976  übernahm die Stadt Kappeln die Mühle auf Betreiben des damaligen Stadtrates Wilhelm Busse. 1977 wurde sie äußerlich instand gesetzt. Der Innenausbau erfolgte später.
Seit 1977 steht „Amanda“ unter Denkmalsschutz. Heute ist die Mühle Aushängeschild Kappelns. Sie beherbergt im ersten Stock seit dem 1. Januar 2011 die Kappelner Tourist-Information der Ostseefjord Schlei GmbH und im zweiten Stock einen Ausstellungs- und Sitzungsraum. Im dritten Stock liegt das Trauzimmer, in dem immer mehr auswärtige Hochzeitspaare den Bund fürs Leben schließen. Im vierten Stock befindet sich der von außen sichtbare Rundgang, der jetzt saniert wurde. Von hier aus hat man einen herrlichen Blick über Kappeln, die Schlei, bis zur Ostsee.


  Datum: 01.06.12 14:08 Uhr



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